Semester-Recap: die erste Woche im fünften Semester.

LASSEN SIE MICH DURCH, ICH BIN DURCH! Oder: Wie ich am Mon­tag in mei­ne ers­te Vor­le­sung star­te­te und abends fest­stell­te, dass es gar nicht die rich­ti­ge war. (Ich lie­be mich.) Ich bin jetzt schon völ­lig über­la­den und habe das Gefühl, dass je älter ich wer­de, es immer schlim­mer wird. Ich kann Men­schen immer weni­ger ertra­gen und jede sozia­le Inter­ak­ti­on erzeugt bei mir schon im Innern den Drang, Ein­sied­ler zu wer­den, mich von mei­nem eige­nen Ange­pflanz­ten zu ernäh­ren und dann zu ster­ben, weil ich über­haupt kei­ne Ahnung habe, wie man Lebens­mit­tel über­haupt anbaut. Das Semes­ter beschäf­ti­gen mich drei For­schungs­pro­jek­te in mei­nen Vertiefungen.…

Das war also mein viertes Semester.

Uni Hohenheim im Herbst

Fer­tig mit dem Grund­stu­di­um – ab in die Ver­tie­fun­gen! Das vier­te Semes­ter war ziem­lich ent­spannt, was dar­an lag, dass mir vie­le Grup­pen­ar­bei­ten erspart blie­ben und auch die Lis­te der Vor­le­sun­gen rela­tiv gering waren. Wir durf­ten uns aus sechs Ver­tie­fun­gen drei aus­wäh­len: Markt- und Media­for­schung, Medi­en­psy­cho­lo­gie, Online­kom­mu­ni­ka­ti­on, poli­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on, Sozio­lo­gie und Sozi­al­psy­cho­lo­gie der Kom­mu­ni­ka­ti­on und Public Rela­ti­ons. Im Grun­de bin ich bis auf eine Ver­tie­fung ziem­lich zufrie­den mit mei­ner Wahl – aber ich hät­te anstatt Markt- und Media­for­schung doch lie­ber einen etwas mehr psy­cho­lo­gi­schen Teil gewählt. (Ich glau­be, Markt- und Media­for­schung ist so ziem­lich das lang­wei­ligs­te, das mir an Ver­tie­fung unter­ge­kom­men ist.)…

Rezept: Bulgur-Salat mit Ziegenfrischkäse und Granatapfelsplittern.

Bulgur-Salat mit Ziegenfrischkäse, Granatapfelsplittern und Pinienkernen.

Es gab genau drei Situa­tio­nen, in denen ich Kon­takt mit Zie­gen­kä­se hat­te. Das ers­te Mal, als ich mit mei­ner Feun­din Pisa auf Mal­lor­ca war, und wir uns neben einer gro­ßen Plat­te Par­ma­schin­ken (ja, das war lan­ge her!) Zie­gen­­kä­­se-Taler mit Fei­gen­mar­me­la­de bestell­ten. Ich hab mir den Zie­gen­kä­se kom­plett anders vor­ge­stellt, als er war – visu­ell als auch geschmack­lich. Jeden­falls blieb er mir nicht posi­tiv in Erin­ne­rung. Das zwei­te Mal war wäh­rend einer unse­rer Weih­nachts­fei­ern im Gour­met­re­stau­rant »5« in Stutt­gart (sehr zu emp­feh­len, wenn man auf hoch­wer­ti­ge Küche steht und super­viel Koh­le über hat), als wir uns sie­ben Gän­ge in die Bäuche…

Das war also mein drittes Semester.

Auf­merk­sa­me Leser wer­den sich jetzt fra­gen: »Was zur Höl­le, die Alte ist doch schon längst ein Semes­ter wei­ter?« Das stimmt. Ich habe mich inner­lich glaub schlicht und ein­fach gewei­gert, mein drit­tes Semes­ter zu ver­blog­gen. Das lag einer­seits dar­an, dass ich das drit­te Semes­ter als das schlimms­te Semes­ter bis dato emp­fand: zu viel Auf­wand, Vor­le­sun­gen, Stress und kei­ne Semes­ter­fe­ri­en. Aber was sein muss, muss sein. Die Vor­le­sun­gen Grund­la­gen der Daten­aus­wer­tung: Oder auch »Sta­tis­tik«. Die Sta­­tis­­tik-Vor­­­le­­sung fand immer don­ners­tag­abends statt, nach­dem ich schon zwei ande­re Vor­le­sun­gen hat­te (unter ande­rem BWL … ich mei­ne, BWL!). Da sich im kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­li­chen (Grund)Studium gefühlt fast alles um…

Rezept: Tortellini-Salat mit Mozzarella und getrockneten Tomaten.

Tortellini-Salat mit Mozarella und getrockneten Tomaten.

Schnel­le Rezep­te, Uni-Edi­­ti­on. Denn ich bin Stu­den­tin, habe nie­mals Geld übrig und ver­su­che es momen­tan zu spa­ren, indem ich unter der Woche mög­lichst wenig in die Men­sa gehe und auch sonst mei­nen Kram zur Uni oder Arbeit mit­neh­me. Klappt so weit ganz gut. Nur neu­lich bin ich mal an einer Pom­mes­bu­de vor­bei­ge­lau­fen, da war es dann etwas schwie­ri­ger. Mein Köper war schwach, der Geist war aller­dings stark – ich hab es also über­lebt. Da ich in der Uni zu faul bin, erst zur Mikro­wel­le zu gehen und wir auf Arbeit kei­ne haben, bin ich Meis­ter dar­in, »kal­te Gerich­te« zu kreieren.…

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