Erste Gedanken zum Studium und ein Stundenplan.

Uni Stundenplan fürs erste Semester

Da ich schon zu Ober­stu­fen­zei­ten ger­ne mit mei­nem Stun­den­plan geprahlt habe, möch­te ich ihn Euch heu­te auch nicht vor­ent­hal­ten: mei­nen Stun­den­plan fürs ers­te Semes­ter mei­nes Stu­di­en­gangs Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft.

Mon­tag 10:00 bis 14:00 Uhr Ein­füh­rung in die Medienwirkungsforschung
Diens­tag 11:30 bis 13:00 Uhr Ein­füh­rung in das poli­ti­sche Sys­tem der BRD 
14:00 bis 17:00 Uhr Ein­füh­rung in die Kommunikationswissenschaft
Mitt­woch 10:00 bis 13:00 Uhr Ein­füh­rung in die Journalistik
Don­ners­tag 9:00 bis 12:00 Uhr Ein­füh­rung in For­schungs­me­tho­den und wis­sen­schaft­li­ches Arbeiten 
14:15 bis 17:30 Uhr Ita­lie­nisch I (A1)

Ich habe bis jetzt kei­ne gro­ßen Erwar­tun­gen an die Vor­le­sun­gen, bin aber trotz­dem schon sehr auf die­se gespannt – mit­un­ter am meis­ten ver­mut­lich auf die Ein­füh­rung in die Journalistik. 

Ich wuss­te auch von Anfang an, dass ich wäh­rend des Stu­di­ums ger­ne noch eine Spra­che ler­nen möch­te. Ich habe mir län­ger über­legt, ob ich eine der Spra­chen, die ich bereits gelernt habe, ein­fach ver­tie­fe (also Fran­zö­sisch, Spa­nisch oder Rus­sisch – Eng­lisch fällt für mich raus), oder eine neue lerne.

Die Ent­schei­dung war wirk­lich nicht ein­fach: Ich mag zum Bei­spiel den Klang der fran­zö­si­schen Spra­che am liebs­ten, mir fiel aber kei­ne Situa­ti­on ein, wo ich sie mal anwen­den könn­te – und jeder, der Spra­chen gelernt hat weiß, dass ohne regel­mä­ßi­ge Anwen­dung alles rela­tiv schnell ver­ges­sen ist. Frank­reich fin­de ich als Land zwar schon reiz­voll, aber da gibt es eben Län­der, die ich noch reiz­vol­ler fin­de. Bei Spa­nisch ver­hält es sich ähn­lich, auch wenn Spa­nisch natür­lich noch ein Stück mehr Sinn machen wür­de, da häu­fi­ger gesprochen.

Klar, Rus­sisch wäre auch irgend­wie eine Idee, da der Mann aus der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on kommt und die gan­ze Fami­lie immer auf Rus­sisch mit­ein­an­der kom­mu­ni­ziert. Aller­dings hat sich schon früh her­aus­ge­stellt, dass der Mann selbst unger­ne Rus­sisch mit mir spricht (es fühlt sich ein­fach komisch an), die Schwie­g­el­tern nicht »lern­ge­recht« mit mir spre­chen kön­nen – und so hat es für mich auch ein biss­chen an Reiz verloren.

Ita­lie­nisch woll­te ich hin­ge­gen schon immer ger­ne ler­nen. Da wir bei­de regel­mä­ßi­ger nach Ita­li­en fah­ren (wol­len), wäre das eine durch­aus sinn­vol­le Opti­on. Und da ich schon zwei roma­ni­sche Spra­chen gelernt habe, wird Ita­lie­nisch leicht mach­bar sein – nach­dem ich mit Rus­sisch schon auf Niveau B2 war, habe ich das Gefühl, dass ich ein­fa­che­re Spra­chen wie Ita­lie­nisch mehr oder min­der im Schlaf ler­nen werde.
Am 8. Okto­ber ab 9 Uhr ist die Anmel­dung offen und ich hof­fe, dass alles klappt, und ich mich für den Sprach­kurs anmel­den kann. (Ich weiß ja nicht, wie das alles so läuft auf der Uni, wie schnell man da sein muss und so, wisst irh Bescheid.)

Ansons­ten bin ich in die »Face­book-Ersti-Grup­pe« ein­ge­tre­ten und über­le­ge, ob ich über­nächs­ten Sams­tag auf den »Ersti-Tag« gehen soll. Nach­dem ich gele­sen habe, dass es Piz­za und danach eine Knei­pen­tour geben soll, bin ich ja fast schon über­zeugt. Der Grund, der dage­gen spricht: Menschen.

Heu­te habe ich aller­dings erst mal mei­nen letz­ten Arbeits­tag. Wenn man sich dar­auf drei Mona­te vor­be­rei­tet, fühlt sich das gar nicht mal so schlimm an, komisch ist es aber den­noch, irgend­wie, trotzdem.

29 Comments

  1. tux

    »Piz­za und danach eine Kneipentour«

    das klingt ja wie damals in der berufs­schu­le!!! hat sich also nix geän­dert im deut­schen bildungssystem…

    :tux

  2. Geh auf die Ersti-Tour :) Nicht den Anschluss ver­pas­sen ;) Das heißt ja nicht, dass man in die größ­te Cli­que muss, die sich bil­det, aber mei­ne bes­ten Stu­di­en­freun­din habe ich am ers­ten Tag kennengelernt.

  3. Piz­za ist wich­ti­ger als Men­schen. Also machen. <3

  4. Pela

    Ich woll­te damals Spa­nisch ler­nen und nach der ers­ten Minu­te waren sämt­li­che Kur­se weg und mir blieb nur Chi­ne­sisch ;-) Das ist jetzt ein paar Jähr­chen her, aber ich könn­te mir vor­stel­len, dass die­se Kur­se nach wie vor sehr beliebt sind. Also Rech­ner abends mit ins Bett neh­men und um kurz vor 9 Uhr schon die Sei­te auf­ru­fen, dann musst du nicht aufstehen :-)

  5. Du wirst ita­lie­nisch ler­nen. Das ist super, ich schieb das seit Jah­ren vor mir her :/

  6. Der Stun­den­plan sieht doch ganz pas­sa­bel aus. Dank Zwei­fach-Bache­lor war mei­ner lei­der meis­tens deut­lich vol­ler. :-(
    Net­wor­king ist im Stu­di­um ganz wich­tig, damit man alle wich­ti­gen Infos mit­be­kommt, Lern­part­ner fin­det und manch­mal ist Grup­pen­zwang auch der ein­zi­ge Grund, in eine lang­wei­li­ge Vor­le­sung zu gehen. Lass die­se (manch­mal däm­li­chen) Erstie-Aktio­nen ein­fach über dich erge­hen und dann fin­dest du ganz auto­ma­tisch genug net­te Leu­te – das ist das tol­le am Studieren. 

    Bei den Sprach­kur­sen habe ich die Erfah­rung gemacht, dass Anfän­ger­kur­se in den belieb­ten Spra­che (dazu zäh­le ich Ita­lie­nisch) inner­halb von Sekun­den aus­ge­bucht sind. Wir hat­ten ein Online-Sys­tem und die schnells­ten haben die Plät­ze bekom­men. Da muss­te man über­pünkt­lich online sein, stän­dig die Sei­te aktua­li­sie­ren und auch noch ein biss­chen Glück haben. Viel Erfolg!

    • Jenny

      Der Stun­den­plan ist aber nur im ers­ten Semes­ter »so leer«. Die fol­gen­den Semes­ter sehen etwas vol­ler aus, hab mich schon durch­ge­klickt. :-/

      Wie­so hast Du zwei Bache­lor auf ein­mal gemacht?

    • Ich habe nur einen Bache­lor gemacht, aber mit zwei unter­schied­li­chen Fächern. Gibt Stu­di­en­gän­ge, bei denen man ein Haupt- und ein Neben­fach wäh­len muss. In mei­nem Fall waren sie aller­dings gleich­ge­wich­tig. Hat den Vor­teil, dass man stär­ker nach Nei­gung stu­die­ren kann und den Nach­teil, dass das orga­ni­sa­to­risch manch­mal nicht opti­mal abge­stimmt ist und sich z.B. Ver­an­stal­tun­gen überschneiden.

  7. Sprach­kur­se im Anfän­ger­be­reich und bei belieb­ten Spra­chen sind nach spä­tes­tens einer Minu­te weg, ähn­lich bei belieb­ten Sport­kur­sen, falls dir auch mal nach Hoch­schul­sport sein sollte.
    Ich hab mir immer eine Prio­ri­tä­ten­lis­te gemacht, wel­che Kur­se ich unbe­dingt will und hab mich dann als ers­tes auf die gestürzt. Wenn mög­lich, guck dir even­tu­ell schon mal das Ein­schrei­be­sys­tem an, um mög­lichst schnell kli­cken zu kön­nen. In dem einen Jahr bin ich für die Ein­schrei­bung sogar in die UB gefah­ren, weil die Rech­ner da schnel­ler und die Inter­net­ver­bin­dung sta­bi­ler war. Frag nicht …

    Zu den Ersti-Ver­an­stal­tun­gen: Ich war bei kei­ner, ich hab trotz­dem tol­le Stu­di­en­freun­de gefun­den. Du siehst auch zum ers­ten Semi­nar, was für Men­schen so in dei­nem Stu­di­um sind und es wird genug Leu­te geben, die allein rum­ste­hen und nie­man­den zum Reden haben. Und manch­mal ent­wi­ckeln sich Freund­schaf­ten auch erst über Jah­re. Mein bes­ter Freund aus dem Fran­zö­sisch­stu­di­um und ich haben uns die ers­ten drei Semes­ter nur Todes­bli­cke zugeworfen.

    • Jenny

      Ich schät­ze, ich wer­de den Ersti-Tag mal auf­su­chen, ansons­ten weiß ich nur von einem Ersti-Wochen­en­de, und da bin ich lei­der Got­tes nicht so scharf drauf. Ansons­ten schaue ich ein­fach mal, was sich so ergibt. :)

    • Ah, kurz zum Unter­schied: Es gibt bei uns an der Uni eine »Ersti-Woche«, da hat­ten wir teil­wei­se sogar ver­bind­li­che Info-Ver­an­stal­tun­gen (was defi­ni­tiv auch sinn­voll war) – die hat­ten dann auch Anwe­sen­heits­lis­ten usw. Da war ich zwar natürlich.

      Aber dann gibt’s eben noch die Spaß­ver­an­stal­tun­gen der Fach­schaf­ten, bei denen man Leu­te ken­nen­ler­nen soll. Knei­pen­tour und so. Da war ich nie.

    • Ich würd zu bei­dem hin, aber das kannst du dir eh den­ken. Aber es ist wirk­lich wich­tig, früh Kon­tak­te zu knüp­fen (oft teilt sich das dann auch in Grüpp­chen auf, aber selbst wenn man sein Anfangs-Grüpp­chen wech­selt, ist es meist leich­ter, wenn man von Anfang an in einem war; man lernt ja meist über Leu­te auch Leu­te ken­nen, daher sind die ers­ten so wich­tig). Im eige­nen Semes­ter mög­lichst früh­zei­tig, mit den älte­ren Semes­tern kann man sich spä­ter auch jeder­zeit noch anfreun­den (und das ist auch wich­tig wegen Tipps, wie wel­cher Prof oder wel­che Ver­tie­fung so ist).

  8. Wie ande­re ja auch schon sagen: Sei schnell beim Sprach­kurs! Und über­leg dir ggf. Plan B.

  9. Mona

    Wie schnell du sein musst für Ita­lie­nisch kann ich dir gar nicht sagen. Bei uns lief die offi­zi­el­le Bewer­bung nach Punk­ten irgend­wie und jetzt wäh­rend dem Stu­di­um gibt man Prio­ri­tä­ten an und wird dann zeit­un­ab­hä­gig zuge­lost. Aber schnell sein und Plan B scha­det sicher nicht! Tue mir per­sön­lich übri­gens wahn­sin­nig schwie­rig mit Por­tu­gie­sisch, wün­sche mir heu­te ich hät­te kei­ne Spra­che genom­men – obwohl es mich auch immer gereizt hat noch eine zu ler­nen. Aber da nur Neben­fach ver­nach­läs­sigt man das ganz schön – oder ich zumindest. 

    Was den Erstie-Tag angeht – geh hin :D Ich bin kaum auf den Erstie-Tagen gewe­sen, weil ich auch dach­te… iiih Men­schen unter 18. Aber wie Men­schen unter 18 so sind: die Cli­quen ste­hen bereits nach den ers­ten Wochen fest. Man tut sich wirk­lich schwe­rer »rein­zu­kom­men« wenn man nicht bei den Erstie-Tagen dabei war. Bei uns war es ja eine gan­ze Woche, wo ich nur bei den sinn­vol­len Din­gen dabei war und weni­ger bei Knei­pen­tour und Pizza.

  10. haha, gute Fra­ge! Ich fin­de Vlog­gen schwer, wenn ich allei­ne bin. Also so kom­plett allein, allein: OK. Aber wenn ein paar Leu­te in 500m Ent­fer­nung da sind. Dann ist das komisch. Ansons­ten: Wenn ich so mit­ten in Ber­lin bin, dann kennt mich ja kei­ne Sau. Und Nie­man­den inter­es­siert es in einer Groß­stadt, was ich mache. Viel­leicht bin ich ein­fach ein Tou­rist und fil­me mei­nen Urlaub? Wenn dann noch ande­re Leu­te dabei sind, dann fin­de ich es um ehr­lich zu sein leich­ter. Viel­leicht soll­te man sich vor Augen hal­ten, was man selbst denkt, wenn man jeman­den sieht, der sich selbst filmt? Ver­gisst man das nicht nach ein paar Minu­ten schon wie­der? Oder guckt man kurz und denkt sich: Weir­do? Aber eigent­lich ist es uns egal? :D Ich glaub man muss sich ein­fach nur sagen: Scheiß drauf, ich kenn die nicht, die ken­nen mich nicht und wer­den mich nie wie­der sehen von daher: PF!!!

    P.S.: Ich muss noch dei­ne letz­ten 100 Bei­trä­ge kom­men­tie­ren, aber ich hab kei­ne ZEIIIIIIT aaaah :D

    • Jenny

      Ah, ich muss­te gera­de erst che­cken, dass Du auf was ganz ande­res ant­wor­test. #rofl
      Aber ja, da hast Du ver­mut­lich recht! Ich denk mir da auch nie groß was dabei, wenn ich ande­re beim Fil­men sehe.

      Zum P.S.: Wir haben Zeit! :D

  11. Yay für Italienisch! :)

    Ich habe es damals beim Bache­lor-Stu­di­um auch eher ein­fach auf mich zukom­men las­sen. Ich bin sicher, dass die Lehr­ver­an­stal­tun­gen span­nend sein wer­den und hof­fe sehr, dass dir das Stu­di­um gefal­len wird!

  12. Der Stun­den­plan sieht ja ok aus. So aus Nicht-Stu­den­ten­sicht. Auch die Fächer klin­gen reiz­voll. Scha­de, dass es die­sen Stu­di­en­gang hier in Aachen nicht gibt – aber mit Media and Com­mu­ni­ca­ti­ons for Digi­tal Busi­ness soll­te ich ähn­li­che Fächer haben. Da gibt’s auch Jour­na­lis­tik! *hän­de­reib*

    Mir wür­de es ähn­lich gehen wie dir am Ersti-Tag. Frem­de Men­schen sind nicht so mein Fall. Vor allem »schä­me« ich mich immer so für mein jun­ges Aus­se­hen. Was ja eigent­lich nicht schlecht ist, wenn man anfängt zu stu­die­ren. Dann fällt wenigs­tens nicht auf, dass ich eigent­lich viel älter bin als der Rest. 

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