Vegetarisch frühstücken in der »Academie der schönsten Künste«.

Tea time!

Ich war noch nie so oft in Stutt­gart früh­stü­cken, weil ich sel­bi­ges am Wochen­en­de ger­ne mal über­sprin­ge und mir unter der Woche auch mal nur eine Bre­zel reicht, die ich mir mor­gens Bahn­hof hole. Ich habe es sicher­lich schon mal erwähnt, aber ich früh­stü­cke gefühlt so, dass es mir aus­wärts schier unmög­lich ist, etwas zu fin­den, das mir zum größ­ten Teil zuspricht: Ich hal­te nichts von Auf­schnitt, irgend­wel­chen Ome­lettes oder gekoch­ten Eiern, Brot esse ich auch nur ganz sel­ten und somit fällt ein­fach schon sau­viel raus.

Mein per­fek­tes Früh­stück besteht meist aus Obst, ger­ne auch in Kom­bi­na­ti­on mit Joghurt (nie­mals Milch!) und Müs­li, süße Pan­cakes oder Grieß­brei mit fri­schen Früch­ten, Smoot­hies, Tee und frisch gepress­tem Orangensaft.
Zu mei­nen vega­nen Zei­ten war es in Stutt­gart dop­pelt unmög­lich, früh­stü­cken zu gehen – ers­tens weil vie­le Gas­tro­no­me gefühlt den­ken, Vega­ner ste­hen alle auf Gemü­se­auf­s­trich, Roh­kost (noch immer mein Alp­traum) oder Hum­mus in Mas­sen, zwei­tens, weil es schlicht­weg die Aus­wahl dazu auch nicht gab (inzwi­schen bin ich da auch nicht mehr wirk­lich up to date).

Zuhau­se esse ich mor­gens immer vegan – weil es ohne Pro­ble­me geht; aus­wärts mache ich da ger­ne eine Aus­nah­me. Wenn ich früh­stü­cken gehe, dann in der Aca­de­mie der schöns­te Küns­te, weil die Aus­wahl ein­fach recht groß ist, selbst für mich, der eben ger­ne mal »gefühlt anders früh­stückt«. Außer­dem mag ich das Ambi­en­te dort und wenn es warm ist, kann man auch drau­ßen im Innen­hof sitzen.

Heu­te war ich mit mei­ner ehe­ma­li­gen Kol­le­gin dort ver­ab­re­det und wir haben es uns so rich­tig gut gehen las­sen: Wäh­rend sie ein fer­tig zusam­men­ge­stell­tes Früh­stück aus Obst­sa­lat, einem hart gekoch­ten Ei, Lachs- und Käse­auf­schnitt sowie Mar­me­la­de wähl­te, ent­schied ich mich für einen Crê­pe mit Schafs­kä­se und getrock­ne­ten Toma­ten anstatt der eigent­lich sonst immer süßen Vari­an­te mit Obst; dazu noch Bau­ern­brot mit Kräu­ter­quark. Tee und frisch gepress­ter Oran­gen­saft dür­fen natür­lich auch nicht feh­len und somit war ich rund­um glücklich.

Zuge­ge­ben: So ein Crê­pe ist mit acht Euro nicht gera­de das güns­tigs­te Früh­stück, vor allem, wenn man das rund­her­um auch noch mit dazu rech­net (und vor allem als armer Stu­dent …), aber es lohnt sich definitiv.

Fazit

Ver­mut­lich wer­den alle, die ger­ne früh­stü­cken, in der Aca­de­mie der schöns­ten Küns­te glück­lich wer­den, weil die Aus­wahl umfang­freich ist – für Vega­ner ist die Aus­wahl laut Kar­te aller­dings recht schmal. Ansons­ten bie­tet das Restau­rant auch noch einen Mit­tags- und Aben­tisch an, die ich aber noch nie getes­tet habe.

Aca­de­mie der schöns­ten Künste
Char­lot­ten­stra­ße 5 (am Charlottenplatz)
70182 Stuttgart-Mitte

Erster Gang, please: ein Crêpe mit Schafskäse und getrockneten Tomaten.
Ers­ter Gang, plea­se: ein Crê­pe mit Schafs­kä­se und getrock­ne­ten Tomaten.
Bauernbrot mit Kräuterquark.
Bau­ern­brot mit Kräuterquark.

2 Comments

  1. Dei­ne Früh­stücks­ge­wohn­hei­ten klin­gen ja echt nicht gera­de ein­fach ;) Also mich bekommt man beim Früh­stü­cken am ehes­ten glück­lich gestellt: Ich lie­be Voll­korn­brot und -bröt­chen, mag Eier in jeder Form, esse gern Käse, Joghurt und Quark und auch Hafer­brei und Müs­li sind klas­se. Ach­ja, und ein Stück Obst hät­te ich gern noch ;) Nur Smoot­hies und flei­schi­ges Zeug bit­te nicht.

    Dein Früh­stück sieht wirk­lich lecker aus, aber mir ist es immer zu teu­er, aus­wärts zu früh­stü­cken… vor allem, wenn ich auch zu Hau­se mit mei­nem Eier­brot glück­lich sein kann :)

    Lie­be Grüße

    • Jenny

      Na ja, es ist gene­rell teu­er, aus­wärts zu essen. Da die meis­ten Leu­te aber das Gefühl haben, sie krie­gen das mit dem Füh­stück selbst gut hin, blät­tern sie sel­ten ger­ne Koh­le dafür hin. (Irgend­wie logisch und verständlich.) 

      Ich fin­de es ab und zu durch­aus schön, aus­wärts zu früh­stü­cken – mal woan­ders, im Grü­nen, man muss sich um nix küm­mern. Das ist schön.

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