Gastbeitrag: Adventskranz basteln feat. Glühwein.

Der fertige Kranz!

Irgendwann sagte ich zu meiner Freundin R.: "Wenn Du Bock hast, mal was zu schreiben dann mach das. Hier auf meinem Blog." Ich konnte ja nicht ahnen, dass ich jemals eine DIY-Anleitung in meinem Blog zeigen würde, schließlich bin ich für diese Art von Dingen erstens zu faul und zweitens zu untalentiert, vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an meine gekaufte Weihnachtsdeko für 'n Fuffi, den ich besser in ein Drei-Gänge-Menü beim Italiener investiert hätte. Glücklicherweise gibt es weitaus talentiertere Menschen als mich, sonst wäre die Welt wohl ziemlich hässlich.

Ich hatte auch mal die Ehre, einen selbstgebastelten Adventskranz von R. zu erhalten, den ich dann zum vierten Advent fast abgefackelt hätte. Ich fand ihn sehr schön. Und deshalb gibt's hier nun ihre Anleitung dazu.

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Es gibt nicht viele Traditionen in meinem Leben. Hauptsächlich zur Weihnachtszeit stechen zwei heraus, die ich mit meiner Familie praktiziere und dir mir zwischenzeitlich schon heilig sind: Das wäre einmal an Heiligabend Fondue essen (und ja, das gibt es wirklich nur ein Mal im Jahr!) und das zweite ist das Adventskranz-Basteln mit meiner Mutter und meiner Schwester am ersten Adventswochenende.

Ich persönlich bin eigentlich kein großer DIY-Mensch. Das liegt einfach daran, dass ich viel zu wenig Geduld habe und am Ende kommt auch immer etwas rauskommt, dass nur mit viel Fantasie dem eigentlichen Original ähnelt, was mich dann nur frustriert. Anders ist das jedoch beim Adventskranz basteln: Das habe ich über die Jahre für mich so "perfektioniert", so dass ich dafür nicht viel Geduld aufbringen muss und es am Ende doch etwas wird. Gerade, weil ich finde, dass man beim Kranz binden nicht wirklich akkurat und sauber arbeiten muss, wenn man mit Zweigen und Ästen hantiert und auf einen natürlichen Touch Wert legt.

Was wir brauchen

Aufwand: geübt und mit Glühwein-Pause ca. 1 Stunde

[grey_box] Tannenzweige, unterschiedliche Arten
einen Strohkranz (hier 35 Zentimeter Außendurchmesser)
grünen Draht (zum Binden)
Kerzenteller
Kerzen (passend in der Größe zum Teller und Kranz)
Dekozeug jeglicher Art (gekauft oder aus der Natur)
eine Gartenschere
Patenthaften in unterschiedlichen Größen (auch genannt Krampendraht – zum Feststecken von Zweigen und Deko)
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Und so geht's

Als erstes sortierte ich erst mal alle Kleinmaterialien zusammen, um mir einen Überblick zu verschaffen. Mein Kranz soll wieder in Braun-Goldtönen gehalten sein, mit einem Natur-Touch. Danach stelle ich meine Zweige bereit, die ich bis zur Verarbeitung im Freien auf der überdachten Terrasse lagerte.

Pro Kranz (Durchmesser 30-35 cm) rechnen wir immer so mit einem Bund pro Kranz plus sonstigem Grünzeug, das wir aus einem Gartencenter holen. Meist kostet da ein Bund zwischen 3-5 Euro. Nach ein paar Kränzen bekommt man auch zwecks Menge ein Gefühl dafür. Anfangs hatten wir immer viel zu viel Grünzeug und meine Mutter hat die übrigen Zweige dann zum Dekorieren für die Zimmerdecke genommen. (Das habe ich auch schon versucht und bin dabei von einem Stuhl gestürzt, Anm. d. Red.)

Adventskranz: Erster Schritt

Ich schneide die großen Handbunde immer so zusammen, dass ich später unterschiedliche Größen habe. Große Zweige für die "Basis", mittlere zum Auffüllen und kleine, zum kleine Löcher stopfen oder den Draht zu verdecken.

Adentskranz: erster Schritt Schritt

Zwischendrin einen Glühwein trinken, dann läuft's besser.

Zweiter Schritt: Mal 'nen Göühwein trinken.

Zuerst bindet man den Draht an einer Stelle einmal um den Strohkranz, um eine feste Ausgangsbasis zu haben, und knotet ihn fest.

Dritter Schritt: das Binden.

Danach legt man als Grundbasis ein paar von den größeren Zweigen auf und bindet den Draht um alles herum. Hier darauf achten, dass man den Draht so gut es geht versucht, unter kleinen Ästchen des Zweiges hindurch zu binden, damit er nicht so stark sichtbar ist.

Wichtig: Immer in eine Richtung die Zweige auflegen. Weitere Zweige immer mit dem Stil UNTER den vorherigen Zweig schieben, damit ihr das Zweigende nicht oben sichtbar auf eurem Kranz habt. Außerdem hat der Zweig somit schon von Anfang an mehr Halt.

Die Zweige umbinden.

So geht ihr um den ganzen Kranz herum.

Am Ende wickelt ihr den Draht drei bis vier Mal an einer nicht sichtbaren Stelle um den Strohkranz und letztlich unter dem festgewickelten Draht hindurch. Dann schneidet ihr ihn ab und knotet das Ende fest (kurzum: Hauptsache, es hält). Das überstehenden Ende verwickelt ihr einfach mit dem Rest, so dass es nicht absteht.

Wenn ihr fertig seid, sieht der Kranz anfangs noch etwas "wüst" aus, das macht aber nichts. Denn jetzt kommt das "Feintuning". Dazu brauchen wir die Krampen und stecken die einzelnen Zweige, die uns stören, einfach am Kranz fest, solange, bis er uns gefällt.

Der Kranz, fertig gesteckt.

Jetzt kommen als erstes eure Kerzenteller plus Kerzen drauf. Ich arrangiere es gerne klassisch im Viereck. Andere machen vier nebeneinander auf eine Seite. Macht es einfach so, wie es euch gefällt.

Kerzen drauf!

Danach steckt ihr eure Deko nach Belieben auf dem Kranz fest. Wenn eure Deko einen Stil zum Reinstecken hat – super. Sollte er zu lange sein, könnt ihr den mit einer entsprechenden Schere kürzen. Andere Dinge wie Strohkugeln, Äste, oder Dinge mit einer Schlaufe könnt ihr mit den Krampen befestigen. Ich persönlich mag auch gerne Dinge, die über eine Klammer am Dekoteil verfügen und ich nur hinklippen muss. Zum Schluss habe ich noch etwas Moos genommen, das zerrupft und zwischen meine Deko platziert.

Und fertig ist eure Kranz! Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit mit euren Liebsten!

Der fertige Kranz!

Der fertige Kranz!

Der fertige Kranz, et voilà!

1 Comments

  1. Ohhhh was für ein tol­ler Kranz und super erklärt!

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