Goodbye, Lemonade!

Hallo, ich heiße Jenny und bin süch­tig nach Süß­ge­trän­ken aller Art: Cola, Spezi, Fanta, Eis­tee. Jawoll – ich liebe sie alle.

Und das war schon immer so, was womög­lich unter ande­rem daran lag, dass wir schon Zuhause den gan­zen Tag Zugriff auf Limo­nade & Co. hat­ten und dem­zu­folge auch gar nichts ande­ren mehr tran­ken. Und auch, als ich älter wurde, hatte ich immer die gute Flirt–Limo­nade von Aldi auf mei­nem Schreib­tisch ste­hen – ein Klas­si­ker.

Ich bin inzwi­schen aber kein gro­ßer Freund mehr von klas­si­schem Zucker. Wenn ich süße, mache ich das immer mit Aga­ven­dick­saft, Apfel­süße oder Ahon­sirup – diese Süßungs­mit­tel habe ich alle ent­deckt, als ich mich mehr und mehr mit vega­nem Essen beschäf­tigte und hat den Raf­fi­ne­rie­zu­cker an sich ver­drängt.
Nur bei Limo­nade, da machte ich eine Aus­nahme – teil­weise trank ich pro Mahl­zeit zwei bis drei Glä­ser süße Pampe. Irgend­wann dachte ich, das muss ja eigent­lich nicht sein, und so beschloss ich, auf Was­ser umzu­stei­gen und mir ab und an mal ein Saft­schorle zu gön­nen.

Tja, und dann wurde ich vor über zwei Wochen Limo-absti­nent. Ein­fach so.

Okay, »ein­fach so« ist gelo­gen. Es war anfangs schon eine Umstel­lung, auf mein süßes Getränk beim Essen zu ver­zich­ten, schließ­lich ist es nicht ganz so ein­fach, von Zucker run­ter­zu­kom­men – aber es ging. Und weil ich immer noch gerne etwas Geschmack im Was­ser habe, pimpe ich mein Lei­tungs­was­ser meis­tens mit Zitro­nen­saft oder ande­ren Früch­ten, die ich halt so da habe.

Wasser mit einer Scheibe Zitrone, Himbeeren und Eiswürfeln.
Was­ser mit einer Scheibe Zitrone, Him­bee­ren und Eis­wür­feln.

Ich muss sagen, dass ich wir­kungs­tech­nisch jetzt nicht viel spüre, aber zwei Wochen sind jetzt auch keine wirk­lich Zeit. Ich habe nur gemerkt, dass ich inzwi­schen keine Cola mehr wirk­lich trin­ken kann ohne die süße Pampe direkt wie­der aus­zu­spu­cken zu wol­len, weil ich den Zucker so krass finde.
Aber so an sich reicht mir der Gedanke schon, dass ich nicht tag­täg­lich die­sen unnö­ti­gen Zucker in mich pumpe, das stimmt mich schon wirk­lich glück­lich. Vor allem, weil ich die­sen Gedan­ken schon län­ger hatte, aber nie wirk­lich durch­ge­zo­gen habe – jetzt hat’s geklappt. Und das noch vor mei­nem Drei­ßigs­ten!

In die­sem Sinne: Prost!

14 thoughts on “Goodbye, Lemonade!

  1. Hey, cool, dass du von dem Soft­drink-Zeugs geheilt bist!
    Mir ging es frü­her als Kind mit Süßig­kei­ten so. Ich habe mich jeden Tag quasi davon ernährt, was daran lag, dass meine Mut­ter das auch so gemacht hat… heute läuft das bes­ser, aber ganz auf Zucker zu ver­zich­ten ist echt noch schwie­rig.
    LG!

  2. Sehr lobens­wert.
    Bei mir war es als Kind aller­dings genau anders herum.
    Es gab zuhause kaum klas­si­sche Limo & Co.
    Das blieb Aus­flü­gen, Restau­rants etc. vor­be­hal­ten.

    Und wie das so ist, fährt man dann erst recht drauf ab. Eben weil man es nicht immer hat.
    Was auch dazu geführt hat, dass ich dann als ich begann, mit eige­nem Geld für mich sel­ber ver­ant­wort­lich zu sein, jede Menge Mist geges­sen und eben auch getrun­ken habe.
    Rück­bli­ckend schlage ich die Hände über dem Kopf zusam­men.
    Inzwi­schen trinke ich nur noch Was­ser (und das auch ganz schnöde aus der Lei­tung) oder Getränke, die Alko­hol mit­brin­gen, also (sel­ten) Bier und (häu­fi­ger) Wein. Für das Geschmacks­er­leb­nis.

    (Ansons­ten lese ich ab und zu im Super­markt die Nähr­wert­an­ga­ben auf Fla­schen mit bun­ten Geträn­ken und dann läuft es mir bei den Zah­len für ent­hal­te­nen Zucker oft genug kalt den Rücken run­ter.)

    1. Ich kenne Leute, die haben das »gesunde trin­ken« dann mit in ihr Erwach­sen­le­ben über­nom­men, aber das kann natür­lich auch pas­sie­ren.

  3. Mein größ­tes Pro­blem ist seit jeher, dass ich Was­ser inten­si­ver schme­cke als die meis­ten ande­ren Men­schen und je nach Region und Gebäude zum Bei­spiel kein pures Lei­tungs­was­ser trin­ken kann bzw. so lang­sam trinke, dass ich nicht genug Flüs­sig­keit zu mir nehme. Die meis­ten gekauf­ten Mine­ral­was­ser mit Koh­len­säure gehen auch über­haupt nicht.

    Was mir gehol­fen hat:
    Für Getränke mit Spru­del habe ich einen Soda­St­ream, mit dem ich Getränke so schwach ver­set­zen kann, dass es für mich okay ist. Für stil­les Lei­tungs­was­ser habe ich eine Fil­terfla­sche, mit der jedes Lei­tungs­was­ser mehr oder weni­ger gleich schmeckt.

    1. Mine­ral­was­ser mit Koh­len­säure habe ich gerade eben neu für mich ent­deckt. Ich trinke am liebs­ten stil­les Was­ser, aber bei den Tem­pe­ra­tu­ren darf es auch mal was mit Blub­ber sein.

  4. Naja, das ist Plörre aus dem Boden­see die durch hun­derte von Kilo­me­tern an Beton­roh­ren bis in unsere Lan­des­haupt­stadt gepumpt wird. Und damit das Was­ser auf sei­ner lan­gen Reise nicht ver­keimt wird, gerade im Som­mer, so viel Chlor ran­ge­kippt das die Grenz­werte gerade noch so ein­ge­hal­ten wer­den.

  5. Ver­such doch trotz­dem mal einen Was­ser­fil­ter (irgend­was mit Aktiv­koh­le­fil­ter). Nor­ma­ler­weise soll­test da einen Unter­schied (zum posi­ti­ven hin) schme­cken. :)

  6. Hab Zitrone im Was­ser auch neu für mich ent­deckt :D Und Ing­wer.
    Gurke habe ich auch mal aus­pro­biert, aber… schmeckt halt irgend­wie nach Gurke?
    Minze hätte ich ja gerne mal, aber die­ses Zeugs hab ich bis­her ein­fach nicht frisch auf­trei­ben kön­nen

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