Kategorischer Rückblick I

Am Wochen­ende war ich nach län­ge­rer Zeit mal wie­der in der Hei­mat. Sams­tag­mit­tag lief ich dann bei strah­len­dem Son­nen­schein direkt neun Kilo­me­ter durch die gan­zen Käf­fer – sie­ben davon im zügi­gen Dau­er­lauf mit einem Pace von durch­schnitt­lich 6:30 pro Kilo­me­ter, was für meine Ver­hält­nisse echt schnell ist. Danach hab ich fast gekotzt. Das war nicht schön. Auf eine schräge Art aber irgend­wie schon. Auch toll: Ich habe eine neue 5-Kilo­me­ter-Best­zeit auf­ge­stellt (32 Minu­ten).

31 Stunden Erholung.
31 Stun­den Erho­lung. PLEASE. Ich bin eine Maschine.

Am nächs­ten wollte ich tat­säch­lich noch 13 Kilo­me­ter lau­fen. Es wur­den fünf. Ich möchte nicht dar­über spre­chen.

Ich war heute beim Zahn­arzt – ich bin jetzt schließ­lich seit kur­zem in Besitz eines Bonus­hef­tes und möchte das sehr erwach­sen fort­füh­ren. Beim Zahn­arzt war es nicht so toll, aber Zahn­arzt­be­su­che sind ja gene­rell jetzt nicht so der Hit. Falls es jeman­den inter­es­siert: Er kri­ti­sierte mein schnell ent­zün­den­des Zahn­fleisch und warnte mich vor Par­odon­tose.

Ich habe aus vie­ler­lei Grün­den eine Social-Media-Pause ein­ge­legt. Twit­ter ist die Tage erst mal deak­ti­viert, Ins­ta­gram vom Smart­phone gelöscht. Ich muss mich ein biss­chen sor­tie­ren, weil in letz­ter Zeit viel pas­siert ist und mein Kopf und mein Herz sonst plat­zen. Es tut ganz gut, wobei es mir fehlt, spon­tan tolle Sachen zu twit­tern. Aber hey, dafür habe ich dann mehr Mate­rial für den Blog. (Ihr könnt mir jetzt gerne E-Mails schrei­ben, so wie damals, 2004. So weit unten bin ich in der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kette ange­kom­men. Aber hey, E-Mails sind toll.)

Der Mops musste spon­tan zum Tier­arzt. Seit Anfang des Jah­res sprang sie nicht mehr ohne wei­te­res auf die Couch oder das Bett – zudem war sie rela­tiv abwe­send, was für ihr sonst auf­ge­dreh­tes Wesen eher unge­wöhn­lich war. Tier­arzt­be­su­che sind für Mopsi wie für mich der Zahn­arzt: total ungeil. Sie bekam jetzt eine Woche lang schmerz- bzw. ent­zün­dungs­hem­mende Mit­tel und es ist tat­säch­lich bes­ser gewor­den. Die Tier­ärz­tin sprach von einer Patel­la­lu­xa­tion und ver­schrieb dem Hund nach der Woche Schmerz­mit­tel Teu­fels­kralle und Muschel­kalk für die Gelenke. Jetzt hof­fen wir mal, dass es bes­ser wird.

Mopsi beim Tierarzt.
Mopsi beim Tier­arzt. She loves it.

Da mein Ver­trag mei­ner bis­he­ri­gen Werk­stu­den­ten­stelle aus­läuft und ich im Bereich Per­so­nal­mar­ke­ting nicht so glück­lich wurde, habe ich mich nach einem neuen Job umge­schaut. Wich­tig war mir hier, mehr Nähe zu mei­nem Stu­di­en­gang auf­zu­bauen und anzu­tes­ten, was ich spä­ter nach mei­nem Stu­dium mal machen möchte. Außer­dem wollte ich nicht mehr so unbe­dingt in einen gro­ßen Kon­zern, weil ich da gefühlt mit mei­ner Per­sön­lich­keit nicht hin­ein­passe.

Ich habe dann eine Stelle im Bereich der Presse- und Öffent­lich­keits­ar­beit (Public Rela­ti­ons) in einem gro­ßen Fami­li­en­un­ter­neh­men (sprich: mit knapp 10.000 Mit­ar­bei­tern) gefun­den, die mir sehr zuge­sagt hat. Sonn­tag habe ich die Bewer­bung abge­schickt, Diens­tag kam Rück­mel­dung und am Don­ners­tag hatte ich das Vor­stel­lungs­ge­spräch mit direk­ter Zusage. Das hat mich sehr gefreut, vor allem da ich im vier­ten Semes­ter das Thema PR ver­tiefe und somit par­al­lel voll in der Pra­xis bin. 

Ich muss noch rela­tiv viel Kram für die Uni machen: Ein For­schungs­be­richt möchte noch geschrie­ben wer­den (ich will ihn eigent­lich nicht schrei­ben, aber wie immer fragt mich ja kei­ner), par­al­lel muss ich noch zwei Leit­fa­den­in­ter­views für unsere Jour­na­lis­tik-Fall­stu­die füh­ren und außer­dem ste­hen Ende März noch zwei Klau­su­ren an. Und dann geh ich direkt mal ohne Semes­ter­fe­rien ins nächste und vierte Semes­ter. (VIERTE SEMESTER! Time is run­ning, scheiße, ey.)

Das Pro­blem: Ich habe momen­tan über­haupt kei­nen Kopf dafür. Inzwi­schen habe ich mich aber etwas gerafft und arbeite mich so lang­sam in die ver­schie­de­nen Mate­rien ein. Be pre­pa­red.

Ich find den Song gut. Ich mag Ed Sheeran aber trotz­dem immer noch nicht. Ich erin­nere mich, als mein Bru­der in meine Party-Play­list für mei­nen 30. Geburts­tag einen Schnul­zen­song von Ed Sheeran ein­ge­baut hat. Das hat mich glaub für immer ver­stört.