Rezept: Linsen mit Spätzle vegane Art.

Eines meiner Lieblingsgerichte ist Linsen mit Spätzle. Ich hab mir sagen lassen, dass diese Kombination für Nicht-Schwaben eine wahre Perversion darstellt, falls ja, schmeckt diese perverse Zusammenstellung jedenfalls echt fantastisch. Natürlich habe ich mich gefragt, ob Spätzle in veganer Form – ohne Ei – auch funktionieren, aber wie es so ist, ist das auch hier kein Problem.

Zutaten

Für zwei Portionen.
Dauer ca. 30–45 Minuten.

Für die Linsen ist folgendes notwendig:

  • 150 g Tellerlinsen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 EL Öl
  • 2 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • Wein- oder Apfelessig
  • Salz und Pfeffer
  • Wasser nach Bedarf
  • Schnittlauch (Dekokräuter, yeah!)
Für die Spätzle braucht man:

  • 200 g Weizenmehl
  • 50 g Hartweizengrieß
  • 125 ml Wasser
  • 2 EL Speisestärke
  • Eine Prise Salz

Zubereitung

  1. Als erstes die Zwiebel klein schneiden und in Öl andünsten, mit etwas Wasser ablöschen. Die Tellerlinsen und Lorbeerblätter hinzufügen, und Wasser so weit auffüllen, dass die Linsen gut abgedeckt sind. Die Nelken am besten in einen kleinen Sieb und mit zu den Linsen geben. Das Ganze 15-20 Minuten auf mittlerer Flamme köcheln lassen.
  2. Währenddessen das Mehl, den Hartweizengrieß, die Stärke, das Salz und das Wasser miteinander für die Spätzle in einer Schüssel vermischen und gut durchrühren, bis der Teig Blasen wirft und nicht mehr am Rand klebt. Er sollte nicht zu wässrig sein, aber auch nicht zu fest. Den Teig etwas ruhen lassen. Währenddessen einen Topf mit Wasser aufsetzen.
  3. Dann einfach mal nach den Linsen schauen und so lange auf kleiner Flamme kochen, bis die Linsen bissfest, aber nicht zu breiig sind. Dauert je nach Herd noch mal 10-20 Minuten. (Wer die Linsen schön cremig mag, kann einfach eine Mehlschwitze anmachen und diese am Ende in die Linsen geben.)
  4. Wenn das Wasser kocht, etwas Salz ins Wasser geben, den Spätzlesteig in das kochende Wasser mit einer Spätzlespresse drücken, bis die Spätzle an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser holen und in eine Schüssel geben. Wer keine Presse hat, nimmt ein möglichst dünnes und schmales Brett, trägt den Spätzlesteig dort flach auf, und schabt kleine Teigschlangen ins Wasser (das war unsere Methode). Man findet im Netz, unter anderem auch auf YouTube, viele Anleitungen.
  5. Zu guter letzt die Nelken und Lorbeerblätter aus den Linsen entfernen, die Linsen salzen, pfeffern und mit Apfel- oder Weinessig nach Bedarf abschmecken. Spätzle in einen Sieb geben, abtropfen lassen und mit den Linsen servieren. Mit Schnittlauch garnieren.

Guten Appetit!

13 Comments

  1. Du sagst »der Sieb«? Fan­cy! (Bei mir ist es »das Sieb«, aber ich kom­me ja auch aus der ent­ge­gen­ge­setz­ten Ecke der Republik.)

    Die Lin­sen muss ich unbe­dingt mal aus­pro­bie­ren. Ehr­lich gesagt sind Lin­sen für mich kein Gemü­se, son­dern auch Sät­ti­gungs­bei­la­ge, wes­halb ein glei­ches Men­gen­ver­hält­nis von Lin­sen und Spätz­le bei mir ziem­lich raus ist, von den Ess­ge­wohn­hei­ten her.

    • Jenny

      Da kommt das Schwä­bisch wie­der durch, urghs. Immer­hin pas­send zum Essen.

      Ich glau­be der typi­sche Schwa­be mag sein Essen auch eher in Soße ertränkt, bei mir ist das komi­scher­wei­se nicht so. Du siehst also wahr­schein­lich einen sehr unna­tür­lich schwä­bisch pro­por­tio­nier­ten Teller.

  2. Eigent­lich mag ich die schwä­bi­sche Küche ja sehr, aber mit Lin­sen und Spätz­le kann ich mich nicht anfreunden.…

  3. Ich hab noch nie ver­stan­den, war­um Nicht-Schwa­ben das angeb­lich nicht mögen sol­len. Gehört hab ich das aber schon öfter. Aller­dings kennt der typi­sche Nicht-Schwa­be ja eigent­lich auch kei­ne Spätzle.

    Ich mag’s seit ich’s kenne.

  4. R.

    Ich lie­be Lin­sen und Spätz­le *.* Das sieht echt lecker aus :D

  5. hmm sieht gut aus. Ich mag ja Spätz­le sehr ger­ne und gegen Lin­sen habe ich auch nichts.

  6. Mein Schwa­ben­freund liebt Lin­sen und Spätz­le. (Am liebs­ten noch mit Saitenwürstle.)
    Ich habe mal ver­sucht das Gericht für ihn zu kochen, aber es schmeck­te wohl nicht so geil wie bei sei­ner Mom. Der Grund könn­te sein, dass ich nicht drei­zig Liter Essig hin­ein­ge­ge­ben habe, so wie er sich das gewünscht hät­te. Was ist das eigent­lich mit den Schwa­ben und dem Essig?
    Ich mag aber Spätz­le sehr und wer­de dein Rezept auf jeden Fall mal ausprobieren!

    • Jenny

      Ja – wenn Mama natür­lich was gut kocht, dann ist es kaum nach­zu­nah­men. Das liegt unter ande­rem wohl auch dar­an, dass jeder auf sein Rezept schwört. :)

      Und ja, die Erfah­rung mit dem Essig habe ich auch gemacht. Ich hal­te es da auch lie­ber dezent.

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