Semester-Recap: die erste Woche im fünften Semester.

LASSEN SIE MICH DURCH, ICH BIN DURCH! Oder: Wie ich am Mon­tag in mei­ne ers­te Vor­le­sung star­te­te und abends fest­stell­te, dass es gar nicht die rich­ti­ge war. (Ich lie­be mich.)

Ich bin jetzt schon völ­lig über­la­den und habe das Gefühl, dass je älter ich wer­de, es immer schlim­mer wird. Ich kann Men­schen immer weni­ger ertra­gen und jede sozia­le Inter­ak­ti­on erzeugt bei mir schon im Innern den Drang, Ein­sied­ler zu wer­den, mich von mei­nem eige­nen Ange­pflanz­ten zu ernäh­ren und dann zu ster­ben, weil ich über­haupt kei­ne Ahnung habe, wie man Lebens­mit­tel über­haupt anbaut.

Das Semes­ter beschäf­ti­gen mich drei For­schungs­pro­jek­te in mei­nen Ver­tie­fun­gen. Das bedeu­tet: drei Prä­sen­ta­tio­nen, drei Aus­ar­bei­tun­gen aka For­schungs­be­rich­te und drei Grup­pen­ar­bei­ten. Ich hab jetzt schon etwas Kot­ze im Mund.

Unglaublich riesiger Hörsaal.
Unglaub­lich RIESIGER Hörsaal.

Ansons­ten gibt es zwei regu­lä­re Vor­le­sun­gen in Mar­ke­ting und Medi­en­öko­no­mie. Mar­ke­ting fin­det zusam­men mit vier ande­ren Stu­di­en­gän­gen in unse­rem neu­es­ten Hör­saal statt, der etwa 600 Stu­den­ten fasst. Das Kon­zept der Mar­ke­ting-Vor­le­sung hat mich etwas ange­strengt, weil es übelst vie­le Mög­lich­kei­ten gibt, sich mit der Vor­le­sung zu beschäf­ti­gen: Man kann sich die Vor­le­sun­gen noch­mals anschau­en, Video­clips rein­zie­hen, eine App und dann eben noch ganz klas­sisch das gedruck­te Skript und Lite­ra­tur benut­zen. Das nennt man wohl blen­ded learning. Ich bezeich­ne es als »schei­ße, mir trieft vor lau­ter Infor­ma­ti­ons­dar­bie­tung gleich mein gott­ver­damm­tes Hirn aus dem Kopf«.

Die Vor­le­sun­gen und Prä­senz­ter­mi­ne in den Übun­gen habe ich jeden­falls an zwei Tagen abge­früh­stückt, den Selbst­stu­di­um-Teil lege ich pri­mär auf den Mitt­woch und ver­mut­lich muss bei der Men­ge auch das Wochen­en­de sehr oft dran glau­ben, da ich mir Don­ners­tag und Frei­tag fürs Arbei­ten frei­hal­ten muss. Aber was soll ich sagen. Trotz allem lie­be ich es noch immer.

2 Comments

  1. micky

    Ich hab statt Ein­sied­ler Eis­dea­ler gele­sen. Auch nicht schlecht.

  2. Wow, nach der Beschrei­bung wun­dert es mich doch ein biss­chen, dass du behaup­ten kannst, es zu lieben. 

    Mein Stu­di­um tötet mich jeden Mon­tag und Diens­tag geis­tig mit 12 und 10 Stun­den Vor­le­sun­gen, wovon der Groß­teil ster­bens­lang­wei­lig ist und auch noch Han­dy­ver­bot herrscht. Nicht mal Stri­cken darf ich bei dem einen Dozen­ten, um mich wach zu hal­ten. Da kann ich mir echt nur sagen, dass ich mich da für das Pony durchquäle… 

    Lie­be Grü­ße und viel Erfolg in Semes­ter nr. 5!

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