Warum ich nicht mehr so viel blogge.

Im Jah­re 2004 eröff­ne­te ich mei­nen ers­ten Blog. Er hat­te einen wirk­li­chen Scheiß­na­men, aber ich war jung – 18, um genau zu sein – und bin bis dato etwas mehr als drei Jah­re in »die­ses Inter­net« hin­ein­ge­wach­sen. Das war zu der Zeit, als mei­ne Freun­de noch nicht wuss­ten, was man online alles machen kann, folg­lich schrieb ich auch ein­fach alles in den Blog, was mir gera­de so in den Kopf kam. Dass das heu­te alles nicht mehr online ist, hat ers­tens den Grund, dass ich dafür eine XML-Datei, die die ers­ten schrei­be­ri­schen Ergüs­se mei­ner­seits ent­hält, ent-xml-en müss­te, und zwei­tens, dass…

Mein Name ist mein Name und bleibt mein Name.

Mr. & Mrs.

Ich kom­me in einen Alters­ab­schnitt, in dem gewis­se Din­ge von einem erwar­tet wer­den: Hoch­zeit, Haus bau­en, Fami­lie grün­den. Ich muss­te ver­mehrt fest­stel­len, dass mei­ne Ansich­ten zum The­ma Hoch­zeit, Fami­lie oder Kin­der sich sehr oft von den ande­ren Mei­nun­gen unter­schie­den, und zwar eher in einer eher … wie soll ich sagen … Wei­se, die von der gesell­schaft­li­chen Den­ke weg­geht. Das ers­te Mal, als ich unter ande­rem so rich­tig mit die­sen klas­si­schen Wer­ten – was Mann, Frau und Fami­le angeht – kon­fron­tiert wur­de, war mei­ne Hoch­zeit. Es wur­de dar­über gespro­chen, wie man die Hoch­zeit orga­ni­sie­re, ob man kirch­lich hei­ra­te, und wie das…

Warum ich wieder anfing, übers Vegansein zu schreiben.

Es gibt sehr, sehr weni­ge Men­schen, mit denen ich über Vega­nis­mus spre­chen kann. Da der Bal­last, den das The­ma mit sich bringt, immer wie­der mal zu schwer wird, ist es oft bit­ter nötig, jeman­den zum Quat­schen zu haben – und da Gleich­ge­sinn­te in mei­ner Umge­bung recht rar sind, ist das manch­mal gar nicht so ein­fach. Mit Misch­köst­lern – oder »Omnis«*, wie wir in vega­nen Krei­sen sagen – ist das meis­tens nicht so ein­fach: Man muss wirk­lich sehr auf sei­ne Wort­wahl ach­ten, da vie­les sofort als mis­sio­na­risch gewer­tet und emp­fun­den wird – teil­wei­se ist das schon die rei­ne Anwe­sen­heit. Ich spreche…

Der böse, böse Fleischersatz.

Die Grün­de, wes­halb Vega­ner oder auch Vege­ta­ri­er kein Fleisch essen, sind total viel­fäl­tig. Ich wür­de mal behaup­ten, die meis­ten ver­zich­ten aus ethi­schen und mora­li­schen Grün­den auf Fleisch. Wie­der ande­re, weil sie es für sich gesün­der fin­den. Und ande­re fin­den es doof, dass Mas­sen­tier­hal­tung unse­rer Umwelt scha­det. Jeden­falls ist es in den sel­tens­ten Fäl­len so, dass man Vega­ner wird, nur, weil einem der Bra­ten nicht mehr schmeckt. Vega­ner Auf­schnitt, vega­nes Hack­steak, vega­ne Cur­ry­wurst. Ich hat­te es schon ein paar Mal erlebt, wie man halt so über Flei­scher­satz spricht, dann aber fin­det, dass die­ser »total inkon­se­quent wäre, schließ­lich ist es ja total…

Oh, Stuttgart.

Nein. Stutt­gart ist nun wirk­lich nichts im Ver­gleich zu Ham­burg, Mün­chen oder Ber­lin. Es ist klein, schnu­cke­lig, es ist nicht mal beson­ders hübsch oder pracht­voll – aber es hat sei­nen Charme. Ich hab mir nie viel Gedan­ken um Stutt­gart gemacht, es war halt ein­fach die nächst­grö­ße­re Stadt, in die ich zie­hen konn­te. Stutt­gart hat mich ver­än­dert, vom Land­ei zum Stadt­men­schen geformt. Die Stadt: Sie mach­te mich schnel­ler, sie mach­te mich hek­ti­scher und anspruchs­vol­ler. Ich habe alles vor der Haus­tü­re. Ins Kino kann ich lau­fen, zum Ein­kau­fen fah­re ich zwei Sta­tio­nen mit der Bahn. Fast aus­nahms­los alle mei­ne Freun­de woh­nen in…

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