Das war also mein viertes Semester.

Uni Hohenheim im Herbst

Fer­tig mit dem Grund­stu­di­um – ab in die Ver­tie­fun­gen! Das vier­te Semes­ter war ziem­lich ent­spannt, was dar­an lag, dass mir vie­le Grup­pen­ar­bei­ten erspart blie­ben und auch die Lis­te der Vor­le­sun­gen rela­tiv gering waren. Wir durf­ten uns aus sechs Ver­tie­fun­gen drei aus­wäh­len: Markt- und Media­for­schung, Medi­en­psy­cho­lo­gie, Online­kom­mu­ni­ka­ti­on, poli­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on, Sozio­lo­gie und Sozi­al­psy­cho­lo­gie der Kom­mu­ni­ka­ti­on und Public Rela­ti­ons. Im Grun­de bin ich bis auf eine Ver­tie­fung ziem­lich zufrie­den mit mei­ner Wahl – aber ich hät­te anstatt Markt- und Media­for­schung doch lie­ber einen etwas mehr psy­cho­lo­gi­schen Teil gewählt. (Ich glau­be, Markt- und Media­for­schung ist so ziem­lich das lang­wei­ligs­te, das mir an Ver­tie­fung unter­ge­kom­men ist.)…

Das war also mein drittes Semester.

Auf­merk­sa­me Leser wer­den sich jetzt fra­gen: »Was zur Höl­le, die Alte ist doch schon längst ein Semes­ter wei­ter?« Das stimmt. Ich habe mich inner­lich glaub schlicht und ein­fach gewei­gert, mein drit­tes Semes­ter zu ver­blog­gen. Das lag einer­seits dar­an, dass ich das drit­te Semes­ter als das schlimms­te Semes­ter bis dato emp­fand: zu viel Auf­wand, Vor­le­sun­gen, Stress und kei­ne Semes­ter­fe­ri­en. Aber was sein muss, muss sein. Die Vor­le­sun­gen Grund­la­gen der Daten­aus­wer­tung: Oder auch »Sta­tis­tik«. Die Sta­­tis­­tik-Vor­­­le­­sung fand immer don­ners­tag­abends statt, nach­dem ich schon zwei ande­re Vor­le­sun­gen hat­te (unter ande­rem BWL … ich mei­ne, BWL!). Da sich im kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­li­chen (Grund)Studium gefühlt fast alles um…

Das war also mein zweites Semester.

Das zwei­te Semes­ter in mei­nem Stu­di­en­gang der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft war wesent­lich anstren­gen­der als das ers­te. Schuld dar­an war ver­mut­lich die Pra­xis­ein­heit in unse­rem Metho­den­pro­jekt, in wel­chem wir ler­nen soll­ten, sel­ber eine Stu­die durch­zu­füh­ren: Von der The­men­fin­dung, For­­schungs­­fra­gen- und Hypo­the­sen­auf­stel­lung über die Stich­pro­ben­zie­hung, den Pre­test bis hin zum Relia­bi­li­tät­scheck und der Ergeb­nis­in­ter­pre­ta­ti­on. Pra­xis-Semi­na­re In die­ser Grup­pen­ar­beits­pha­se des Metho­den­pro­jekts habe ich viel gelernt, in ers­ter Linie zum Bei­spiel, dass Grup­pen­ar­beit schei­ße ist. So wie ich das mit­be­kom­men habe, hat­ten die wenigs­ten Grup­pen in unse­rem Stu­di­en­gang kei­ne Pro­ble­me mit Leu­ten, die bei­spiels­wei­se kaum anwe­send waren, nichts zur Grup­pe bei­ge­tra­gen haben oder auf ande­re Art…

Das war also mein erstes Semester.

Das war das erste Semester

Ich weiß noch, wie ich vor mehr als einem Jahr beschlos­sen habe, dass ich stu­die­ren möch­te. Ich weiß noch, wie ich lan­ge über­leg­te, was, wo und geht das über­haupt, wie machen wir das finan­zi­ell, muss ich anschaf­fen gehen? Wer­de ich genü­gend Moti­va­ti­on haben? Wie leicht oder schwer fällt mir die Umstel­lung vom Arbeits- zu einem Stu­den­ten­le­ben? Wird sich mein Schlaf­kon­sum dras­tisch erhö­hen? Ich habe über­wie­gend posi­ti­ves Feed­back bekom­men und vie­le Men­schen, die sag­ten: »Ich wür­de das auch machen, wäre nicht das und das.« Also bei­spiels­wei­se die Abhän­gig­keit von Geld. Oder Kin­der. Hab ich alles nicht, das sind also pri­ma Voraussetzungen,…

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