Rezept: Reissalat mit Gemüse und Tofu.

Als ich noch gearbeitet habe, habe ich mir mein Mittagessen für den Arbeitstag meistens selbst mitgebracht - das war quasi die dritte Portion vom Vortag, die ich noch "mehr gekocht" habe. Nee, ich hatte damals nicht zu wenig Geld und zu viel Zeit, aber auswärts irgendwann immer das gleiche zu essen war halt bald auch nicht mehr so der Knüller.

Für die Uni führe ich das Mitbringen von eigenem Essen nun strebermäßig fort - wobei es hier ein bisschen schwieriger wird, da ich halt nur "kalte Sachen" mitnehmen und mein Essen vom Vortag nicht mehr einfach in die nächstbeste Mikrowelle werfen kann. (Hier verfolge ich auch schon länger HarrVesper, ein Blog, der sich schwerpunktmäßig dem Thema widmet.)
Vom Kochen her ist es auch noch ein bisschen aufwändiger, da ich mir ja überlegen muss, was ich aus den Zutaten, die ich fürs Abendessen sowieso koche, noch "dazu koche", um daraus ein Uni-Essen zu zaubern. Das mag für die meisten jetzt recht aufwändig klingen, aber wenn man eh schon kocht, macht ein Topf mehr auf dem Herd den Kohl auch nicht mehr fett.

Der Reis-Salat entstand aus einem "Rest Reis" (klingt sehr liebevoll), den ich weiterverwerten wollte. Man kann ja aus Pasta, Reis oder Getreide immer ganz gut kalte Gerichte zaubern - und so ist der Reis-Salat auch entstanden. Eigentlich eine reine Reste-Verwertung, im Prinzip kann man zum Reis ja auch alles mögliche dazu kochen, was man halt so mag oder übrig hat.

Tupperdosentechnisch benutze ich meistens welche zum Klicken/Clippen - also Boxen, die man an allen Seiten "zuklicken" kann. Sie sind wasserdicht und so läuft auch nix in die Tasche oder sonst wohin, wo es nicht hinlaufen soll. Auf Amazon gibt's da eine Menge Auswahl in allen Größen.

Zutaten für Reis-Salat mit Gemüse

Für ca. 1 Portion
Dauer: 25 Minuten

[grey_box] ca. 60 g Reis
eine Hand voll verschiedenes Gemüse (hier: grüne Bohnen, Brokkoli, Paprika)
ca. 50 g Räucher-Tofu
Leinsamen
Öl, Balsamico-Essig und Agavendicksaft (Apfelsüße, Ahornsirup …) fürs Dressing
Salz und Pfeffer
Kräuter (frisch oder trocken)
Zitrone oder Zitronensaft
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Zubereitung

  1. Reis nach Packungsbeilage kochen - währenddessen kann man den ganzen anderen Kram vorbereiten. (Ich hatte hier Basmati- und roten Reis als übrig gebliebenen Rest eines Gerichts vom Vortag.)
  2. Gemüse und Tofu in mundgerechte Stücke schneiden.
  3. Topf mit Wasser aufstellen und zum Kochen bringen, Pfanne mit Olivenöl erhitzen (mittlere Stufe).
  4. Den Tofu in der Pfanne dünsten. Paprika nach ca. 2-3 Minuten dazu geben.
  5. Wenn das Wasser im Topf kocht, Hitze auf mittlere Stufe stellen, Bohnen hinzugeben und wenn diese recht gar sind den Brokkoli mit reinschmeißen und kurz kochen (der ist immer recht schnell bissfest).
  6. Das fertig gekochte Gemüse dann in einen Sieb geben, abtropfen lassen und anschließend zum Tofu und der Paprika in die Pfanne schmeißen.
  7. Alles kurz zusammen anbraten, mit Zitrone, Salz und Pfeffer und Kräutern abschmecken und in den Reis geben.
  8. Ein Glas nehmen, ein Schuss Balsamico-Essig und Agavendicksaft miteinander mischen, später noch Olivenöl hinzugeben und die Menge noch mal durchrühren. (Von der Menge her und dem Anteil von Essig/Öl/Süße müsst ihr selber testen, wie ihr es am liebsten mögt.)
  9. Das Dressing mit dem Reis und dem Gemüse vermengen, mit Leinsamen bestreuen und abkühlen lassen. Später in den Kühlschrank stellen.
  10. Am nächsten Tag essen. Yum!
Reis-Salat mit Gemüse
Et voila: yummy!

14 Comments

  1. tb

    » nicht mehr ein­fach in die nächst­beste Mikro­welle wer­fen kann

    Bei der Men­sa fra­gen wo es mög­lich ist Spei­sen auf­zu­wär­men. Nor­ma­ler­wei­se sind Mensen von Stu­die­ren­den­wer­ken dem­ge­gen­über auf­ge­schlos­sen, alle wei­te­ren Mensen kön­nen sich dem bei der Kli­en­tel Stu­die­ren­den nicht kom­plett entgegenstellen.

    • Jenny

      Ah, dan­ke für den Tipp, falls ich es tat­säch­lich mal rea­li­sie­ren wer­de. Kal­tes Essen ist dann schon irgend­wie prak­ti­scher. #handsup

  2. Sieht rich­tig lecker aus :D Gleich mal auf Insta­gram gefavt das Bild! XD

  3. Bin ich jetzt ver­fres­sen, wenn ich mir die Men­gen anschaue und befin­de, dass das doch aller­höchs­tens eine hal­be Por­ti­on oder etwas für’s zwei­te Früh­stück sein kann? :(

    • Jenny

      Ich habe tat­säch­lich immer meh­re­re Sachen dabei. Gene­rell ist es aber mit den Fotos so, dass ich es meist immer schön anrich­te, foto­gra­fie­re, und dann den »Rest dazu gebe« und es dann egal ist, wie es aus­sieht. #handsup

  4. Schick mir die Ein­kaufs­zet­tel, ich kal­ku­lie­re es durch, ob sich der Auf­wand zählt :D :D :D

    Aber jetzt mal ernst: Gute Idee sowas vor­zu­stel­len, ich bin näm­lich reich­lich unkrea­tiv was mei­ne Pau­sen­bro­te angeht :D

  5. Dan­ke für das Rezept! Die­ses Semes­ter bin ich zwar nur in Aus­nah­me­fäl­len über den Mit­tag in der Uni aber die Inspi­ra­ti­on neh­me ich ger­ne mit :)

  6. Lecker und so habe ich mein Büroes­sen auch immer gemacht. Am Abend zuvor zu viel gekocht, Res­te für den Mit­tag mit auf die Arbeit genommen :)

  7. Isa

    Aus Erfah­rung kann ich sagen, dass es in der Hohen­hei­mer Men­sa defi­ni­tiv eine Mikro­wel­le gibt ;)

    klingt lecker!

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