Vegetarisches Restaurant: Das »Bitteat« in Stuttgart.

Reis mit Gemüse-Curry.

Das Bit­teat (sprich: »bit eat«) in Stutt­gart habe ich ganz zufäl­lig ent­deckt, als ich mich zum Essen ver­ab­re­de­te und mei­ne Beglei­tung mein­te, hier in der Lau­ten­schla­ger­stra­ße in der Nähe des Schloss­plat­zes gäbe es ein neu­es Restau­rant. Ich bin ja nie davon abge­neigt, neue Restau­rants zu tes­ten, was mich aber über­rascht hat, war, dass es ein rein vege­ta­ri­sches Restau­rant war – spe­zia­li­siert auf eben vege­ta­ri­sche, vega­ne, glu­ten- und lak­to­se­freie Gerichte.

Als ich Bit­teat via Face­book kon­tak­tier­te nach­dem ich das ers­te Mal dort war, um ein paar Infos zu bekom­men, haben mich die bei­den Geschäfst­füh­rer Niki­ta und Sla­va direkt ein­ge­la­den, und so habe ich auch erst erfah­ren, dass Bit­teat noch in der Pre-Launch-Pha­se ist, das heißt, dass noch nicht alles rei­bungs­los funk­tio­niert, und eben getes­tet wird, wo es noch hakt. Gera­de bei einem Erst­pro­jekt ist man mit viel Herz dabei und das merkt man.
Die Ein­rich­tung ist modern und gemüt­lich, die Spei­sen­aus­wahl über­sicht­lich und gut: Es gibt Sup­pen, Sala­te, Sand­wi­ches, Wraps, Sup­pen und Haupt­spei­sen. Lei­der gibt es online noch kei­ne Kar­te, weil sie gera­de noch in der letz­ten Pha­se der Über­ar­bei­tung ist.

Bis jetzt ist das Restau­rant auch eher für den Mit­tags­tisch aus­ge­legt, bald soll es aber auch eine sepa­ra­te Kar­te für den Abend geben. Die Spei­sen sind nach eige­ner Beschrei­bung von der medi­ter­ra­nen, asia­ti­schen und klas­sisch-euro­päi­schen Küche inspi­riert, zudem frisch und ohne Geschmacks­ver­stär­ker, che­mi­sche Zusät­ze und Kon­ser­vie­rungs­stof­fe zube­rei­tet – und, auch wich­tig: ohne »Fleisch-Ersatz­pro­duk­te«. Ich per­sön­lich fin­de das ziem­lich gut, weil die vegetarische/vegane Küche von Außen­ste­hen­den ja sehr oft mit vege­ta­ri­schem Schnit­zel und Co. asso­zi­iert wird. Klar ist, dass man Men­schen, die sich eher weni­ger für die vege­ta­ri­sche Küche inter­es­sie­ren, viel­leicht weni­ger in das Restau­rant locken kann, weil even­tu­ell zu »exo­tisch«; sich Men­schen wie ich aber umso mehr freu­en, wenn man mal was ande­res bekommt als imi­tier­te Spei­sen. Und über­haupt, wo fin­det man schon ein rein vege­ta­ri­sches Restau­rant? Die Prei­se der Haupt­spei­sen sind teil­wei­se mini­mal höher als man von Mit­tags­an­ge­bo­ten gewohnt ist, aller­dings gebe ich für gutes und fri­sches Essen ger­ne ein biss­chen mehr aus.

Das Essen kam schnell und war echt lecker, ich hat­te Panir (einen Käse, den ich von der indi­schen Küche ken­ne) und Cas­hew­ker­ne in einer Spi­nat-Sah­ne-Soße mit Reis, mei­ne Beglei­tun­gen hat­te Chi­li Sin Car­ne mit Cous­cous. Ansons­ten kann man als Bei­la­ge noch Qui­noa wäh­len. Als ich das zwei­te Mal da war, hat­te ich Lin­sen­sup­pe, Cur­ry mit Reis und als Nach­tisch Karot­ten-Bäll­chen. Auch alles sehr lecker.

Das Restau­rant hat eini­ge Macken, die neue Restau­rants so oft mit sich brin­gen: Der Ser­vice wirk­te manch­mal etwas über­for­dert, aber nie zu unse­rem Nach­teil: So frag­ten uns zwei Bedie­nun­gen mehr­mals unab­hän­gig von­ein­an­der, was wir essen wol­len, ob alles okay ist, ob wir zah­len wol­len – das wirk­te etwas unstruk­tu­riert. Trot­dzem waren die Bedie­nun­gen super­freund­lich, was man von Restau­rants oft nicht so gewohnt ist (Gas­tro-Ser­vice­wüs­te Deutsch­land). Auch der Smoot­hie-Mixer müss­te jetzt nicht so ste­hen, dass er bei Benut­zung alles über­tönt; aber das sind halt so Fein­hei­ten. Wie gesagt ist ja alles noch in der Vorbereitungsphase.

Fazit

Ein klei­nes, schnuck­li­ges vege­ta­ri­sches Restau­rant, das vom Ambi­en­te bis jetzt aller­dings eher was fürs Mit­tag- anstatt fürs Abend­essen ist. Das Essen ist super, die Prei­se (für die Haupt­spei­sen) sind teil­wei­se schon etwas mehr, als gewohnt, aber für fri­sches Essen völ­lig in Ord­nung. Die vega­ne Aus­wahl ist recht groß, glu­ten- und lak­to­se­freie Spei­sen bie­ten sie auch an. Die glu­ten­freie Aus­wahl tes­te ich mit mei­ner Freun­din nächs­te Woche direkt mal mit.

Bit­teat & Bit­teat Shop
Lau­ten­schla­ger­str. 21–23 (in der Nähe des Schlossplatzes)
70173 Stuttgart

Das "Bitteat" in Stuttgart.
Auf ins »Bit­teat«.
Speisekarte im "Bitteat".
Die Spei­se­kar­te.
An der Theke.
An der Theke.
Das Motto: "Yumm & healthy".
Das Mot­to: »Yum­my & healt­hy coo­king food«.
Shahi Paneer und Cashewkerne in einer Spinat-Sahnesoße.
Shahi Paneer und Cas­hew­ker­ne in einer Spinat-Sahnesoße.
Karottenbällchen mit Keksen.
Karot­ten­bäll­chen mit Keksen.
Natürlich nur richtig öko-nachhaltig mit Coca Cola Life.
Natür­lich nur rich­tig öko-nach­hal­tig mit Coca Cola Life.
Minimalistische Einrichtung.
Mini­ma­lis­ti­sche Einrichtung.

15 Comments

  1. Klingt nach einer lecke­ren Alternative!

  2. Jörg

    Nom­nom­nom :)

  3. tomtom

    sieht voll wenig aus für den schein­bar höhe­ren preis :-/

    • Jenny

      Rie­sig sind sie nicht, aber wenig ist es auch nicht. Ich muss aber sagen, dass in bei­den Sah­ne drin war und das auch schon so ordent­lich gestopft hat.

  4. Mich kanns­te da ruhig auch mal hin mitnehmen!

  5. Das klingt gut, dan­ke für die Emp­feh­lung. Muss dem Laden wohl drin­gend mal einen Besuch abstat­ten. #yum

  6. Dan­ke für den Tipp. Mit Chi­li bin ich vor­sich­tig. Da weiß man nie genau, ob es und wenn ja – wie scharf es ist. Wie ist dei­ne Erfah­rung bzw. dein Schärfeempfinden?
    Fin­de ich übri­gens groß­ar­tig, dass du einen Teil der Kar­te abfo­to­gra­fiert hast. Das gibt schon mal einen klei­nen Über­blick über das Ange­bot. #yum

    • Jenny

      Also es war wirk­lich nicht sehr scharf, mei­ne Beglei­tung hat das Chi­li beim ers­ten Mal auch geges­sen und konn­te das bestätigen. :)
      Gerne!

  7. Torben

    Lei­der nun dau­er­haft geschlos­sen. Das Kon­zept ging wohl nicht auf, was nicht zuletzt auf die unter­durch­schnitt­li­che Per­for­mance in Ser­vice und Küche zurück zu füh­ren ist. Die Kri­ti­ken waren zuletzt ver­nich­tend, selbst mei­ne Kol­le­gen, die ich als »Teil­zeit­ve­ge­ta­ri­er« bezeich­nen wür­den, kamen ent­täuscht vom Mit­tags­tisch zurück. 

    Ich fand’s span­nend, wenn­gleich auch däm­lich benamst. Aber für inno­va­ti­ve Kon­zep­te ist Stutt­gart ein­fach zu schwä­bisch. Wenn dort der 20. Bur­ger­la­den, Ita­lie­ner, Schnit­zel­brater oder »irgend­was asiatisches«-Asiate rein­kommt, dann läuft das sicher über Jahre.

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