Week Roundup #KW47

Karaoke. Ich war mit meinen beiden Kolleginnen im Karaoke. Karaoke ist für mich ehrlich gesagt ein persönliches Phänomen: Privat versuche ich, so wenig wie möglich im Mittelpunkt stehen, so bald ich aber ein Mikro in der Hand halte, fühle ich mich wie ein Superstar (und das nicht mal gerechtfertigt - DAS IST DOCH SCHIZOPHREN!).
Jedenfalls performten wir zusammen die Backstreet Boys*, gegen Ende noch Marianne Rosenberg, wobei ich bei der Song-Auswahl (ja, nach zwei Cocktails wird man da schon mutiger) leider vergaß, wie hoch man da singen muss, was dann meist eher in so einem gepressten Krächzen endete. Blöderweise gab es davon auch noch ein Video, um das ganze Elend am nächsten Tag noch mal Revue passieren lassen zu können. <3 Gesehen. Dienstag waren wir in Interstellar. Ich kann dazu nicht viel sagen, außer: Das sind so typische Filme, die der Mehrheit der Menschheit gefallen, und ich eher so sage, okay, war gute Unterhaltung, dafür würde ich ihn auch ohne mit der Wimper zu zucken weiterempfehlen - mehr aber auch nicht. Die Kritik des Spiegels gibt da ganz gut meine Meinung wider.

Hochzeit. Wir haben jetzt endlich einen Termin fürs Standesamt, der gleichzeitig auch unser fünfter Jahrestag ist. Total praktisch, weil man sich kein neues Datum merken muss.

So romantisch

Diesen Tag im Mai feiern wir dann nur mit Familie und den Trauzeugen (dafür umso wilder) - eine wirklich kleine Nachfeier-Party folgt dann den Samstag darauf mit den engsten Freunden. Und das große Event steigt dann ja sowieso im August. Wir sollten das eigentlich einfach jeden Monat fett feiern. Ich spiel mal Lotto.

Besuch. Freitag war Diana zu Besuch. Der Mann kochte lecker, das Feuer im Ofen brannte so vor sich hin - und mir knallte der Kopf abends vor Müdigkeit schier auf die Tischkante: Das Karaoke hat seine Spuren hinterlassen, man wird halt nicht jünger. Deshalb stieg ich auch beim Wein aus, den mussten die beiden die meiste Zeit ohne mich die killen. Irgendwann ging's glücklicherweise wieder mit der Müdigkeit, es gibt schließlich immer wieder Themen, die meinen Herzschlag rapide erhöhten (die Nachbarschaft, Stuttgarts Verkehrslage, Babys, Ex-Kollegen).

* Mein Traum ist es ja, mit vier weiteren Personen eine Backstreet-Boys-Performance hinzulegen – vielleicht sollte ich das für meine Hochzeit mal anstreben. Ich wäre auch Kevin. Kevin will ja nie einer sein.

8 Comments

  1. Carina

    Inter­stel­lar fand ich auch nicht so. Mein Freund sogar auch nicht, obwohl er sich wenigs­tens sehr für Raum­fahrt interessiert.

    Ich moch­te immer Kevin. Weil den nie­mand sonst moch­te und alle Bri­an, AJ oder Kevin ange­him­melt haben ;)

  2. jeannie

    Auf der Büh­ne ste­hen ist für mich der pure Stress und dann noch sin­gen, ich glaub, ich wür­de ster­ben. Für mich war es damals schon anstren­gend, mit mei­ner Fami­lie Klei­der vor­zu­füh­ren und dann zu hören, dass ich das alles selbst­ge­näht habe. Ich wäre am liebs­ten in den Boden versunken.

    • Jenny

      Ja, das wäre mir auch unan­ge­nehm – wenn ich Karao­ke sin­ge, mache ich wenigs­tens was dabei, das ver­treibt dann die­ses »jeder starrt mich an«. (Abge­se­hen davon, dass ich mit mei­nem Kom­mu­ni­on­s­kleid damals spä­ter aufm Spiel­platz war, und das dem­entspre­chend aussah.)

  3. R.

    Ich war ein­mal in einer Karao­ke Bar. Da gabs die­sen Jun­gen. Er sang wie ein Engel. Danach woll­te dann plötz­lich kei­ner mehr von uns auf die Büh­ne (nicht, dass ich das vor­ge­habt hätte). 

    Mein Ziel ist es, sei­ne Eltern abzu­fül­len und dabei ein paar rus­si­sche Wör­ter zu lernen.

    • Jenny

      Vor uns sang einer Bohemi­an Rhap­so­dy wie ein Pro­fi. Dann kamen wir mit Mari­an­ne Rosen­berg. Tja.

      Ich glau­be, es wird eher anders­rum sein. \o/

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