Mythos Veganismus.

Der Schritt vom Vege­ta­ri­er zum Vega­ner war nicht beson­ders schwer oder kom­pli­ziert und ist eigent­lich über­wie­gend mit posi­ti­vem Feed­back gepflas­tert wor­den. Ich habe ver­wun­dert fest­ge­stellt, dass ich bei denen, von denen ich am wenigs­ten Zuspruch erwar­tet hät­te, am ehes­ten auch mal auf Inter­es­se sto­ße. Ich füh­re öfters berei­chern­de Gesprä­che und kann die Din­ge des­we­gen immer aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven betrach­ten – trotz­dem muss ich dabei immer wie­der fest­stel­len, dass Leu­te oft­mals eine total kru­de Vor­stel­lung von vega­nem Essen oder dem Vega­nis­mus an sich haben. Und das ist eigent­lich der Grund, wie­so ich eini­ge die­ser The­sen her­aus­ge­pickt habe und die­ser Arti­kel über­haupt zustan­de kam.

Sich vegan zu ernähren ist einseitig.

Prin­zi­pi­ell ist es tat­säch­lich so, dass man als Alle­ses­ser natür­lich viel mehr Mög­lich­kei­ten hat, sich viel­fäl­tig zu ernäh­ren – wenn man es will und auch tat­säch­lich nutzt. Für mich gilt: abge­se­hen davon, dass man Milch, Sah­ne und Frisch­kä­se ohne Pro­ble­me erset­zen kann (auf pfan­z­li­cher Basis), esse ich auch ab und an Tofu-Flei­scher­satz, aber auch vie­le ande­re Din­ge wie Ama­ranth, Qui­noa, Buch­wei­zen, Grün­kern und alle Arten von Lin­sen. Ich habe ein Fai­ble für rei­ne Gemü­se-Gerich­te wie Auf­läu­fe, Brat­lin­ge oder Wraps, aber auch klas­si­sche Gerich­te wie die schwä­bi­schen Lin­sen und Spätz­le vega­ni­sie­re ich ger­ne mal. (Backen klappt übri­gens auch wirk­lich exzel­lent.) Für jedes Lebens­mit­tel oder Gericht, das ich gestri­chen habe, kamen also vie­le neue dazu. Wir kochen jeden Abend vegan, und hat­ten eigent­lich bis dato wirk­lich sehr wenig dop­pelt, weil man gut vari­ie­ren kann. Ich kann mich über Lan­ge­wei­le also wirk­lich nicht bekla­gen. Letz­ten Endes hängt das also eigent­lich nur von einem selbst ab, was man aus Lebens­mit­teln schafft.

Yammi, Frühstück.

Vegane Ernährung ist ungesund und führt zu Nährstoffmangel.

Man nimmt zwar oft an, vega­ne Ernäh­rung sei weni­ger gesund, aller­dings ist es auch nicht belegt, dass eine Misch­kost gesün­der ist. Man kann also mit bei­dem sehr gut fah­ren, wenn man sich bewusst ernährt – oder eben alles falsch machen. Sport­lich gese­hen kann man sich pflanz­lich eben­so gut ver­pfle­gen wie mit Fleisch oder Milch­pro­duk­ten, das bewei­sen vie­le vega­ne Sport­ler, unter ande­rem Patrik Babo­u­mi­an, der 2011 der stärks­te Mann Deutsch­lands wurde.

Stu­di­en bele­gen, dass Vega­ner weni­ger an den so genann­ten »Volks­krank­hei­ten« wie Adi­po­si­tas, Herz­krank­hei­ten und Dia­be­tes lei­den, einen nied­ri­gen Cho­le­ste­rin­spie­gel haben und außer­dem einen BMI haben, der öfter im Nor­mal­be­reich liegt als der der Misch­köst­ler. Man schätzt, dass es an der ver­rin­ger­ten Auf­nah­me von Fett und Pro­te­inen liegt, an der erhöh­ten Auf­nah­me von Bal­last­stof­fen und dar­an, dass Vega­ner öfter einen gesün­de­ren Lebensttil und höhe­re köper­li­che Akti­vi­tät pflegen.

Ein The­ma, das die Geis­ter schei­det, ist das Vit­amin B12: Die meis­ten raten dazu, als Vega­ner Vit­amin B12 zu sup­ple­men­tie­ren, weil die­ses nur in tie­ri­schen Lebens­mit­teln vor­kommt (also nicht vom Kör­per her­ge­stellt wer­den kann) und bei Man­gel zu Stö­run­gen der Blut­bil­dung, sowie zu neu­ro­lo­gi­schen und psych­ia­tri­schen Beein­träch­ti­gun­gen füh­ren kann, die irrever­si­bel sind. Vie­le sagen aber auch, dass ihre Blut­wer­te auch ohne Zusät­ze super sind – im End­ef­fekt kommt es wahr­schein­lich immer dar­auf an, wie sehr der eige­ne Kör­per die­ses Vit­amin ver­wer­ten kann. Es ist jeden­falls rat­sam, einen veg­an­freund­li­chen Arzt auf­su­chen, der einen kom­pe­tent dies­be­züg­lich bera­ten kann.
Übri­gens ist es ein Mär­chen, dass aus­schließ­lich Vega­ner unter Vit­amin­man­gel lei­den – auch Misch­köst­ler haben oft Pro­ble­me, ihren Bedarf zu decken. Die Ver­sor­gung mit Folat betrifft eher jun­ge Frau­en oder Schwan­ge­re, älte­re Men­schen haben Pro­ble­me mit Vit­amin B12 und D. Vit­amin E fehlt oft bei Jun­gend­li­chen und Erwachsenen.

Vegan essen ist kompliziert.

Anfangs mag es tat­säch­lich etwas auf­wän­di­ger sein, vegan zu essen, weil man lei­der sehr oft fest­stellt, dass man vie­le Din­ge ein­fach nicht essen soll­te: Scho­ko­la­de, Kek­se, Piz­za, teil­wei­se auch Bröt­chen. Ich bin neu­lich schier vom Glau­ben abge­fal­len, als ich bemerkt habe, dass Kro­ket­ten bei­spiels­wei­se Milch­pul­ver ent­hal­ten. Aller­dings kommt man da sehr schnell rein: wenn man mal weiß, wie und was man ein­kau­fen kann, ist das kein Pro­blem mehr – all das gibt es näm­lich auch in vega­ner Form. Wer viel sel­ber kocht, wird auch schnell in die Mate­rie rein­kom­men. Inzwi­schen gibt es aber auch da genü­gend Lek­tü­re, die man durch­wäl­zen kann.

Wenn man viel aus­wärts isst, wird es natür­lich etwas schwie­ri­ger: es gibt zwar genü­gend Küchen, deren Spei­sen sowie­so oft vegan sind (beim Ita­lie­ner, Mexi­ka­ner oder Asia­ten bei­spiels­wei­se), aller­dings sind sehr vie­le Restau­rants mei­ner Erfah­rung nach rela­tiv fleisch- und milch­pro­dukt­elas­tig. Wenn man aber genau sagt, was man möch­te (z. B. Ofen­kar­tof­fel oder Piz­za ohne Käse, dafür mit etwas ande­rem), ist das eigent­lich kein Problem.

Wenn man auf Hoch­zei­ten, bei Freun­den zum Gril­len oder auf Opas 80. ein­ge­la­den ist und eine fixe Menüfol­ge besteht, soll­te man sich vor­ab infor­mie­ren. Meis­tens habe ich aber die Erfah­rung gemacht, dass es völ­lig in Ord­nung ist, sich eben sein Zeug mit­zu­brin­gen oder sogar extra für mich ein­ge­kauft und gekocht wur­de. (Viel Lie­be und so!) Aller­dings kann es auch rich­tig depri­mie­rend sein, wenn man bei Kaf­fee und Kuchen dasitzt und die gan­zen Sah­ne­tor­ten oder Muf­fins nicht essen kann. Hier gilt vor allem: wo ein Wil­le ist, ist auch ein Weg – und wo da jeder sei­nen Strich zieht, ist einem selbst überlassen.

pizza

Vegan einzukaufen ist teuer.

Genau wie beim Kochen von Gerich­ten mit Fleisch oder Milch­pro­duk­ten kann man sich geld­tech­nisch ver­aus­ga­ben – oder auch nicht. Vegan bedeu­tet ja in ers­ter Linie nicht nur Tofu, Seit­an und Milch-Ersatz­pro­duk­te, son­dern auch Gemü­se, Getrei­de, Nudeln und Obst. Auch kauft nicht jeder gleich alles im Bio­la­den ein. Aus­wärts sind die vege­ta­ri­schen oder vega­nen Gerich­te sogar oft güns­ti­ger, weil sie eben kein Fleisch ent­hal­ten. Ins­ge­samt liegt es also ganz an einem selbst, für was man sein Geld aus­ge­ben möch­te oder kann.

Vegan essen bedeutet auch, kein Leder zu tragen.

Was vie­le ver­ges­sen: es gibt einen Unter­schied zwi­schen vegan essen und vega­ner Lebens­wei­se. Es gibt Vega­ner, die den Weg der pflanz­li­chen Kost aus gesund­heit­li­chen oder umwelt­tech­ni­schen Grün­den beschrei­ten, weni­ger der Ethik wegen. Vie­le, auch Vega­ner, den­ken in die­ser Hin­sicht lei­der nur schwarz oder weiß: ent­we­der ganz oder gar nicht – ent­we­der man isst vegan, trägt kein Leder, kauft kei­ne Woll­pull­over oder ist eben »kein rich­ti­ger Vega­ner«. Ich selbst habe jetzt mei­ne Leder­schu­he oder den -geld­beu­tel nicht sofort weg­ge­wor­fen oder ver­schenkt, nur, weil ich begon­nen habe, auf Tie­ri­sches in mei­nem Essen zu ver­zich­ten. Aller­dings ach­te ich inzwi­schen bei Neu­an­schaf­fun­gen sehr dar­auf, Leder, Wol­le und ande­re Tier­pro­duk­te zu vermeiden.

Vegan essen bringt nichts.

»Es ändert sich doch nichts, wenn ich mich anders und bewuss­ter ernäh­re!« oder »Wenn alles in Maßen geschä­he, wür­de es uns allen bes­ser gehen.« Vie­le geben die Ver­ant­wor­tung ab, am liebs­ten an die Poli­tik, »die nichts tut«. Prin­zi­pi­ell ist aber jeder Ein­zel­ne für Ange­bot und Nach­fra­ge verantwortlich.
Und wenn man sich mal über­legt, dass es in Deutsch­land nur etwa 1,5 % Vega­ner und 8–9 % Vege­ta­ri­er geben soll, fin­de ich es groß­ar­tig, dass es inzwi­schen so vie­le vega­ne oder vege­ta­ri­sche Ange­bo­te gibt, die nicht nur den Bio­lä­den vor­be­hal­ten, son­dern auch mitt­ler­wei­le in Dis­coun­tern wie Aldi zu fin­den sind. Es ist also auch mög­lich, als Min­der­heit Gehör zu fin­den, obgleich das Gehör eher weni­ger ethi­scher denn pro­fit­tech­ni­scher Natur ist.

In Rah­men einer Stu­die gaben fast 70 % der Deut­schen gaben an, dass art­ge­rech­te Tier­hal­tung für sie wich­tig sei, 2012 wur­den ins­ge­samt 754.339.000 Tie­re geschlach­tet, 98 % davon stam­men aus der Mas­sen­tier­hal­tung. Man kann sich hier vor Augen füh­ren, wie weit die Wich­tig­keit der art­ge­rech­ten Hal­tung und das Kon­sum­ver­hal­ten aus­ein­an­der­klaf­fen, und vor allem: wie klein der Anteil an Bio­hal­tung tat­säch­lich ist, auch wenn uns die Super­märk­te teil­wei­se einen ganz ande­ren Ein­druck vermitteln.

Vie­le tun das The­ma ab, in dem sie behaup­ten, Ernäh­rung sei Pri­vat­sa­che. Ernäh­rung ist längst kei­ne Pri­vat­sa­che mehr: Was wir essen, hat gro­ßen Ein­fluss auf das Wohl der Tie­re, den Welt­hun­ger und die Umwelt. Über den Tel­ler­rand zu schau­en ist nicht ein­fach und furcht­bar unbe­quem, weil man sei­ne Kom­fort­zo­ne ver­las­sen muss. Es ist für vie­le zwar schwer zu glau­ben, aber abseits unse­rer Welt in unse­rer Sei­fen­bla­se gibt es tat­säch­lich Men­schen und Tie­re, denen es weni­ger gut geht und denen schon mit wenig Auf­wand gehol­fen wäre, wenn wir unser Kon­sum­ver­hal­ten über­den­ken wür­den und sogar was dar­an ändern.

26 Comments

  1. Uwe

    Schö­ner Text, gefällt mir. Ich gebe dir Recht, dass vie­les vom Kon­sum abhängt. Mas­sen­tier­hal­tung gibt es des­halb, weil die Mensch­heit inzwi­schen nur noch in die­sen Maßen isst. Jeden Tag Fleisch. So lan­ge per­ver­siert, bis man ganz neben­bei noch Fleischs­nacks wie Bifi usw. isst. Klar, dass man das doof fin­det, wie die Tie­re gehal­ten wer­den, aber ver­zich­ten möch­te man dann eben doch nicht. Mit allen ande­ren Tier­pro­duk­ten ist’s nicht besser.

    PS: Opa wird 90 ;)

    • Jenny

      Klar, dass man das doof fin­det, wie die Tie­re gehal­ten wer­den, aber ver­zich­ten möch­te man dann eben doch nicht. Mit allen ande­ren Tier­pro­duk­ten ist’s nicht besser.

      Ich find’s ganz gut, dass Du das so siehst – denn das ist gera­de das, wo vie­le abblo­cken und es sich schön reden. Lei­der ändert das trotz­dem wenig.

  2. Franzi

    Dan­ke für den tol­len Arti­kel Jen­ny. Zur Zeit kommt es mir vor als ob vegan zu Essen total im Trend liegt. In Insta­gram wird man qua­si damit über­flu­tet, dass jeder vegan lebt. Kommt mir das nur so vor? Kennst du das Buch »Vegan for Fit«?

    Viel­leicht soll­te ich jedoc mal mit 2–3 Tagen die Woche star­ten und die­se ggf. erhö­hen wenn es mir dabei gut geht :) Dei­ne Gerich­te sehen ja immer super aus.

    • Jenny

      In Ins­ta­gram wird man qua­si damit über­flu­tet, dass jeder vegan lebt. Kommt mir das nur so vor? Kennst du das Buch »Vegan for Fit«?

      Ich glau­be, man ist da ein biss­chen sen­si­bi­li­siert. Wenn man sich mal in der Welt umschaut, kann man Vega­ner, die man per­sön­lich kennt, meis­tens an ein oder zwei Hän­den abzäh­len. »Vegan for fit« habe ich auch sel­ber im Regal ste­hen, um mich ein biss­chen inspi­rie­ren zu las­sen, habe aber nie die dazu­ge­hö­ri­ge »Chal­len­ge« gemacht. Sind ein paar tol­le Sachen dabei, aller­dings ganz viel mit Tofu & Co. (und ab und an etwas spe­zi­el­le­ren Zutaten).

      Viel­leicht soll­te ich jedoc mal mit 2–3 Tagen die Woche star­ten und die­se ggf. erhö­hen wenn es mir dabei gut geht :) Dei­ne Gerich­te sehen ja immer super aus.

      Aus­pro­bie­ren scha­det nie. Berich­te doch mal, wie es nach einem Selbst­ver­such gelau­fen ist. :)

  3. tb

    Als dort ein­fach so stand »Stu­di­en bele­gen, dass« und ich kei­ne Refe­ren­zen sah, hat sich gedank­lich bei mir schon ein pole­mi­scher Kom­men­tar dazu geformt. Aber gut, irgend­wann hat­te ich doch noch her­aus­ge­fun­den dass der schwar­ze Text Links sind (etwas unglück­lich Links schwarz zu haben).

    Die ers­te Stu­die zum BMI (»Vege­ta­ri­an Diets and Weight Sta­tus«, bzw eher kei­ne eige­ne Stu­die son­dern ein sur­vey über 40 ande­re Stu­di­en) dif­fe­ren­ziert nicht klar zwi­schen Vege­ta­ri­er und Vega­ner, die wer­den teil­wei­se zusam­men­ge­fasst, teil­wei­se getrennt. Die Metho­dik dabei habe ich nicht erkannt. Davon unab­hän­gig, merkt die Stu­die mei­ner Mei­nung nach zu Recht an: »vege­ta­ri­an popu­la­ti­ons may dif­fer from non-vege­ta­ri­ans in their pre­v­a­lence of non-die­ta­ry habits that influ­ence body weight«. Sprich, es gibt kein nach­ge­wie­se­nes Ursa­che => Wir­kung Prin­zip (Bei­spiel: >90% aller Men­schen in Deutsch­land die vor 25 gestor­ben sind haben Brot geges­sen. Dar­aus folgt nicht dass Brot zu frü­hem Tode führt). Das ist kein Argu­ment dage­gen, aber auch keins dafür.

    In der Publi­ka­ti­on (»Flei­sch­at­las«) zur Anzahl der Tie­re (754*10^6) konn­te ich die Zahl nicht fin­den. Sum­ma­ti­on der Zah­len von S. 21 wür­de nur ~724*10^6 erge­ben. Sie erscheint mir auch etwas klein. 754*10^6 in Deutsch­land(?) wür­de bedeu­ten dass bei ca. 80*10^6 Bevöl­ke­rung weni­ger als 1 Tier pro Monat pro Ein­woh­ner. Die Zah­len geben als Quel­le DESTATIS an, ver­mut­lich hier: http://goo.gl/gWhflz und hier: http://goo.gl/qXP0Yt
    Die Publi­ka­ti­on ist von der Hein­rich Böll Stif­tung, die jetzt eher den poli­tisch Grü­nen zuzu­ord­nen ist.

    Oh, jetzt waren mei­ne Kom­men­ta­re zum Quel­len­stu­di­um aus­führ­li­cher als zum Arti­kel. Also, ich habe da kei­ne Mei­nung dazu, woll­te nur den Quel­len nach­ge­hen. Ob Ernäh­rung gesund oder unge­sund ist wis­sen wir nicht so recht. Zur Veri­fi­ka­ti­on der Aus­sa­ge »Vegan essen ist kom­pli­ziert« fehlt die Defi­ni­ti­on von kom­pli­ziert oder essen. Essen an sich ist ein­fach, Mund auf, Essen rein, Mund zu, opti­ma­ler­wei­se Essen nicht mehr im glei­chen Wege aus Mund raus. Wenn gemeint ist »Vegan essen machen/kaufen ist kom­pli­ziert« ist kom­pli­ziert unklar. Die Mond­lan­dung oder der Betrieb des LHC ist kom­pli­ziert, da braucht es für vega­nes Essen weni­ger. Wenn wir zum Schluss zu »Vegan essen machen/kaufen ist kom­pli­zier­ter als ohne« kom­men, dann wür­de ich der Aus­sa­ge schon zustim­men. Begrün­dung steht eigent­lich im Arti­kel. Bei Berück­sich­ti­gung von vegan muss ich es halt berück­sich­ti­gen, was es kom­pli­zier­ter macht. Ohne nicht :)

    –tb

    • Jenny

      Als dort ein­fach so stand »Stu­dien bele­gen, dass« und ich kei­ne Refe­ren­zen sah, hat sich gedank­lich bei mir schon ein pole­mi­scher Kom­men­tar dazu geformt. Aber gut, irgend­wann hat­te ich doch noch her­aus­ge­fun­den dass der schwar­ze Text Links sind (etwas unglück­lich Links schwarz zu haben).

      Das wird mei­ne neue Lebens­auf­ga­be. Jetzt, wo die Schrif­ten mal passen. :)

      Das ist kein Argu­ment dage­gen, aber auch keins dafür.

      Das stimmt. Des­we­gen steht danach auch »man schätzt (…)«, aber klar belegt das natür­lich nichts.

      In der Publi­ka­tion (»Fleischat­las«) zur Anzahl der Tie­re (754×106) konn­te ich die Zahl nicht fin­den. Sum­ma­tion der Zah­len von S. 21 wür­de nur ~724*106 erge­ben. Sie erscheint mir auch etwas klein. 754×106 in Deutsch­land(?) wür­de bedeu­ten dass bei ca. 80×106 Bevöl­ke­rung weni­ger als 1 Tier pro Monat pro Einwohner.

      Die Sum­me stimmt. Es sind schon die 754 Mil­lio­nen Schlach­tun­gen (in Deutschland).

  4. Vie­le der Vor­ur­tei­le kann ich gar nicht nach­voll­zie­hen. Hm.

    Kochen muss man natür­lich, wie jeder ande­re auch, selbst.

    Öhm, wie jeder ande­re auch? Nö. Und allei­ne das wäre damit für mich schon ein wich­ti­ger Grund dagegen.
    (Auch wenn ich weiß, dass viel dafür spricht, aber die­ser Satz ermun­tert nicht gera­de dazu, Vega­ner zu wer­den. Und ich find ihn auch sach­lich falsch, schließ­lich muss man eben nicht selbst kochen. Gibt ja genug ande­re Möglichkeiten.)

    • Jenny

      Vie­le der Vor­ur­teile kann ich gar nicht nach­voll­zie­hen. Hm.

      Find ich gut.

      (Auch wenn ich weiß, dass viel dafür spricht, aber die­ser Satz ermun­tert nicht gera­de dazu, Vega­ner zu wer­den. Und ich find ihn auch sach­lich falsch, schließ­lich muss man eben nicht selbst kochen. Gibt ja genug ande­re Möglichkeiten.)

      Ja, das war etwas miss­ver­ständ­lich for­mu­liert. Dass es auch ande­re Mög­lich­kei­ten gibt, zum Bei­spiel essen zu gehen, steht ja ein Absatz drun­ter, daher den­ke ich mal könn­te man auch dar­aus schlie­ßen, dass ich das nicht so mein­te. Aber da muss man jetzt kei­ne Haar­spal­te­rei betrei­ben, mal sehen, wie ich den bes­ser formuliere.

  5. Fin­dest du den BMI als Maß für Gesund­heit gut? Der ist doch total umstrit­ten, was die Indi­ka­tor-Qua­li­tät angeht.

    [Da ich sonst auch gern mal kurz Hur­rah! schreie, dies­mal nur eine nörgel-Zeile.]

  6. Ich als Gas­tro­nom kann nur pre­di­gen: Wenn ihr als Vege­ta­ri­er oder Vega­ner essen geht oder zu einer Ver­an­stal­tung in ein Restau­rant geht: Sagt eini­ge Tage vor­her bescheid! (Am bes­ten im Restau­rant selbst wenn nicht beim Ver­an­stal­ter!) Dann kriegt ihr auch was »G’scheits« zum Essen…

    Mei­ne Ernäh­rung wer­de ich wohl auch noch die­ses Jahr umstel­len. Vegan wohl eher nicht (außer du kennst eine gute Alter­na­ti­ve zu Milch , die nicht mit Zucker zuge­setzt ist), aber vege­ta­risch schlie­ße ich nicht aus – des­we­gen sehr toll, dass du dei­ne Rezep­te postest.…

    • Jenny

      Cool. :)
      Hmm, mit Milch kenn ich mich nicht so aus, da müss­test Du mal recher­chie­ren. Ich nut­ze die rela­tiv selten.

  7. Hi, ich bin selbst weder das Eine, noch das Ande­re. Als mei­ne bes­te Freun­din mal län­ger zu Besuch war, habe ich täg­lich vege­ta­risch gekocht und fand das im Grun­de wirk­lich sehr ein­fach. Was jedoch die vega­ne Lebens­wei­se angeht, bin ich oft über­rascht. Denn ich fin­de es nicht ein­fach, weil man gar nicht wirk­lich nach­voll­zie­hen kann, was in den Pro­duk­ten über­haupt drin ist. Mich stört das gene­rell sehr und ich wür­de mir wün­schen, dass die Kenn­zeich­nung end­lich viel ver­schärf­ter ver­ord­net wird. Denn für mich sind vegan leben­de Men­schen ech­te Hel­den des All­tags. Lie­be Grü­ße, Steffi

    • Jenny

      Was ich in der Hin­sicht immer wie­der irri­tie­rend fin­de: Pro­duk­te, die mit »vege­ta­risch« beti­telt wer­den, aber eigent­lich vegan sind.

  8. Ich fin­de den Schritt, vegan zu leben von dir sehr toll udn­be­wun­de­re Men­schen auhc, die das schaffen.
    Und ich fin­de, die­ser Post ist einer der weni­gen, die nicht mis­sio­na­risch klin­gen ;)

    Ich sel­ber esse alles. Ach­te aber sehr dar­auf, von wo es her­kommt. Fleisch gibts zwei­mal die Woche, meis­tens direkt beim Bau­ern um die Ecke gekauft wo wir wissen,w ie die Tie­re gehal­ten wer­den. Und auch die Eier. Ent­we­der gibt mei­ne Oma uns wel­che oder wir kau­fen sie beim Bau­en der von Mas­sen­tier­hal­tung weit ent­fernt ist (man­che machen sogar noch den Almauftrieb) :)

    Ich esse aber auch sehr, sehr viel Obst und Gemü­se und kom­me damit gut zurecht :)
    Aber vegan wäre nix für mich. Mal hier und da ein Gericht (das genie´ß ich dann aber auch!) ess ich aber gerne :)

    Liebst
    Svetlana

  9. Hey Jen­ny, habe dei­nen Blog heu­te ent­deckt und wer­de wohl öfter mal vor­bei­schau­en! Spricht mich sehr an, vor allem weil auch alles so schön mini­ma­lis­tisch gestal­tet ist! ;)
    Zum The­ma »Vegan« muss ich sagen, dass mich das Kon­zept sehr inter­es­siert, ich aber (noch) nicht umstei­gen will. Für mich ist das gera­de eher eine Neu­gier und viel­leicht in abseh­ba­rer Zeit ein Expe­ri­ment. Milch trin­ke ich aller­dings zum Bei­spiel nicht mehr, Man­del­milch oder Hafer­milch im Müs­li schmeckt mir ein­fach besser.
    LG

    • Jenny

      Hey Luna, freut mich. :)
      Bei mir sel­ber ging es auch Schritt für Schritt in Rich­tung vege­ta­risch und letzt­lich vegan. Jeder hat da sein eige­nes Tem­po, wenn er eh schon dazu ten­diert, es zu pro­bie­ren. Ich wün­sche Dir jeden­falls viel Erfolg mit Dei­nem Vorhaben.

  10. Super­tol­ler Arti­kel! Spie­gelt mich 100% wider! Nur beim B12 bin ich vor­sich­tig. Habe mich län­ger damit beschäf­tigt und bin zum Schluss gekom­men, dass ich das für mich/uns auf jeden Fall sup­ple­men­tie­re. Alle pflanz­li­chen Quel­len (Nori-Alge etc.) lie­fern nach aktu­el­lem Stand der Wis­sen­schaft wohl doch nicht wir einst­mals ange­nom­men aus­rei­chend B12. Dass man es nicht sofort im Blut­bild merkt, wenn B12 fehlt, liegt dar­an, dass der Kör­per noch »Depots« aus der Fleisch­ess­er­zeit hat, die – wenn ich mich rich­tig erin­ne­re – 3–5 Jah­re vorhalten.

    • Jenny

      Dan­ke­schön. :)
      Ja. Genau aus die­sem Grund sup­ple­men­tie­re ich auch, hab mich da auch ein­le­sen und beschlos­sen, dass das für mich die bes­te und auch gesün­des­te Metho­de ist.

  11. Dagmar

    Ich sehe gera­de, dass auf die B12 Pro­ble­ma­tik bereits ein­ge­gan­gen wur­de. Ich wür­de dir den­noch emp­feh­len die­sen Absatz zu ändern.
    Man kann alle Vit­ami­ne und ande­ren Stof­fe, die der Kör­per braucht aus pflanz­li­cher Nah­rung gewin­nen, AUßER B12. Das muss man wohl oder übel über Tablet­ten zuführen.
    Da B12 nur von tie­ri­schem Leben pro­du­ziert wer­den kann, fra­ge ich mich gera­de wie man zu der Aus­sa­ge kom­men kann, dass das in Algen vor­kommt? Da wür­de ich gern die Quel­le sehen. Das find ich interessant.
    Es ist natür­lich logisch, dass im Kör­per nicht sofort der Man­gel auf­tritt, da das Vit­amin nur in gerin­gen Men­gen benö­tigt wird. Es wür­de also auch aus­rei­chen alle 5 Jah­re ca. ein Stück Leber zu essen, oder auf Ersatz aus dem Labor zurückzugreifen.

    Das ist für mich eigent­lich einer der Grün­de, war­um ich nie Vega­ner wer­den wür­de. Da ver­wei­ger ich mei­nem Kör­per das, was er zum Leben braucht und das absichtlich.
    Über Hal­tungs­be­din­gun­gen und den Kon­sum müs­sen wir uns nicht unter­hal­ten, dass da so eini­ges schief läuft, sieht inzwi­schen jeder zum Den­ken fähi­ge Mensch. (zumin­dest hof­fe ich das)
    Ich bin der Mei­nung, dass jeder sich über sein Ess­ver­hal­ten Gedan­ken machen soll­te und vor­al­lem dar­über, woher sein Essen kommt und wie es zu ihm gelangt ist.
    Selbst sind mein Freund und ich Wäh­le­ri­sche Alle­ses­ser oder auch Fle­xi­ta­ri­er genannt. Wir essen Bio­fleisch, Fisch. Eier essen wir sowie­so wenig, aber auf Käse und die Milch im Kaf­fee will ich gar nicht ver­zich­ten. Wenn wir bei­de mit dem Stu­di­um fer­tig sind und dann auch mal hof­fent­lich genü­gend Geld ver­die­nen, dann kau­fen wir die auch nur noch Bio. Die gan­ze Soja-, Man­del- und ande­re pflanz­li­che Milch ist immer mit so viel Zucker ver­setzt, das ist eigent­lich auch nicht in Ordnung. 

    Hier mal ein Link zu einem äußerst inter­es­san­ten Arti­kel, den ich per­sön­lich für sehr gut hal­te: http://www.brandeins.de/archiv/2014/alternativen/ernaehrungsmythen-vegan-vegetarisch-fleisch-zucker-gut-und-boese.html

    Ich ver­ste­he einen dei­ner Punk­te aller­dings über­haupt nicht.
    War­um ernährst du dich vegan, wenn dir Leder zBsp. völ­lig egal ist? Wider­sprichst du dir da nicht eigent­lich? Was ist eine vega­ne Lebens­wei­se denn ande­res als eine ethi­sche Hal­tung? Wie bist du dazu gekom­men kei­ne tie­ri­schen Pro­duk­te mehr zu dir zu neh­men? Ich fin­de, man kann vega­nes essen nicht von vega­nem Lebens­stil tren­nen. Das gehört zusam­men, alles ande­re ist schein­hei­lig. Also ich hal­te auch nichts davon, wenn man die Sachen, die man ein­mal besitzt, ein­fach weg­zu­schmei­ßen. Davon wird die Kuh schließ­lich auch nicht mehr lebendig.
    Aber ich fra­ge mich wirk­lich, wie man das mit sei­nem Gewis­sen ver­ein­ba­ren kann, beim Essen auf tie­ri­sche Pro­duk­te zu ver­zich­ten, aber im rest­li­chen Leben nicht.
    Du sprichst an, dass es Leu­te gibt, die aus gesund­heits­tech­ni­schen Grün­den vegan leben, das habe ich natür­lich nicht bedacht, weiß aber auch nicht, was das für Erkran­kun­gen sind. Sowas gibts? Wow, die tun mir ziem­lich leid, ehr­lich gesagt. 

    Ich hof­fe, du fasst das jetzt nicht als per­sön­li­chen Angriff auf. Ich bin der Mei­nung, jeder soll­te so essen und leben wie er will, ohne Vor­schrif­ten von ande­ren. Wenn sich jeder dar­über Gedan­ken machen wür­de, woher sein Essen kommt, dann wür­de das mei­ner Mei­nung nach viel mehr errei­chen, als wenn alle Vega­ner wer­den würden.
    Ansons­ten bleibt mir zu sagen, ich mag den Stil dei­nes Blogs, die­ses Mini­ma­lis­ti­sche, das gefällt mir sehr gut.

    • Jenny

      Das ist für mich eigent­lich einer der Grün­de, war­um ich nie Vega­ner wer­den wür­de. Da ver­wei­ger ich mei­nem Kör­per das, was er zum Leben braucht und das absichtlich.

      Wie­so, ob Du nun das Vit­amin über Fleisch kon­su­mierst oder eine Lutsch­pil­le, ist doch pin­zi­pi­ell egal. Wenn Du auf das The­ma »Natür­lich­keit« anspie­len willst: wir neh­men heut­zu­ta­ge so viel künst­lich zu uns oder über­lis­ten die Natur mit Kopf­schmerz­ta­blet­ten, Ver­hü­tungs­mit­tel wie die Pil­le oder Anti­bio­ti­ka. Wenn sich einer eine Vit­amin-C-Tablet­te ein­wirft, fin­den das die meis­ten auch völ­lig in Ord­nung. Wenn Du schwan­ger wärst und an Eisen­man­gel lei­dest, wür­dest Du das bestimmt auch sup­ple­men­tie­ren, wenn es nicht aus­schließ­lich über die Nah­rung klappt. Ich ver­ste­he ehr­lich gesagt nicht, wie­so das so dra­ma­tisch sein soll.

      War­um ernährst du dich vegan, wenn dir Leder zBsp. völ­lig egal ist? Wider­sprichst du dir da nicht eigentlich?

      Nein, weil es im Arti­kel eigent­lich nir­gends so steht, das ist jetzt eine The­se von Dir.

      Was ist eine vega­ne Lebens­weise denn ande­res als eine ethi­sche Haltung? 

      Wie ange­spro­chen unter ande­rem gesund­heit­lich, ich ken­ne sogar wel­che, die aus Umwelt­schutz dar­auf verzichten.

      Wie bist du dazu gekom­men kei­ne tie­ri­schen Pro­dukte mehr zu dir zu nehmen?

      Step by step. Ich war sehr lan­ge Alle­ses­ser, habe dann ange­fan­gen, bewuss­ter ein­zu­kau­fen, habe mich immer mehr mit der Mate­rie beschäf­tigt, bin dann Vege­ta­ri­er gewor­den und anschlie­ßend Veganer.

      Ich fin­de, man kann vega­nes essen nicht von vega­nem Lebens­stil tren­nen. Das gehört zusam­men, alles ande­re ist schein­hei­lig. Also ich hal­te auch nichts davon, wenn man die Sachen, die man ein­mal besitzt, ein­fach weg­zu­schmei­ßen. Davon wird die Kuh schließ­lich auch nicht mehr leben­dig. Aber ich fra­ge mich wirk­lich, wie man das mit sei­nem Gewis­sen ver­ein­ba­ren kann, beim Essen auf tie­ri­sche Pro­dukte zu ver­zich­ten, aber im rest­li­chen Leben nicht.

      Ich per­sön­lich fin­de, auch klei­ne Schrit­te füh­ren zum Ziel, und das ist schon mal bes­ser, als gar nichts zu tun. Es ist sel­te­ner, dass Men­schen urplötz­lich kom­plett alles ändern, ein­fach, weil er ein Gewohn­heits­tier ist.
      Ich könn­te Dir auch die Gegen­fra­ge stel­len: Du weißt von dem gan­zen Tier­leid, hast viel­leicht noch ein Haus­tier oder kennst eines, das Du beson­ders magst, das Du strei­chelst – aber ande­re isst Du. Ist es nicht irgend­wie schein­hei­lig, vegan essen­de Men­schen als schein­hei­lig oder inkon­se­quent zu bezeich­nen, und anschlie­ßend in sein Schnit­zel zu beißen?

      Du sprichst an, dass es Leu­te gibt, die aus gesund­heits­tech­ni­schen Grün­den vegan leben, das habe ich natür­lich nicht bedacht, weiß aber auch nicht, was das für Erkran­kun­gen sind. Sowas gibts? Wow, die tun mir ziem­lich leid, ehr­lich gesagt. 

      Über­ge­wicht, Dia­be­tes, hoher Cho­le­ste­rin­spie­gel – die Grün­de hier­für kön­nen völ­lig unter­schied­lich sein. Wenn sie es machen, müs­sen sie Dir nicht zwin­gend Leid tun, das sie es ja aus frei­en Stü­cken tun.

      Ich hof­fe, du fasst das jetzt nicht als per­sön­li­chen Angriff auf. Ich bin der Mei­nung, jeder soll­te so essen und leben wie er will, ohne Vor­schrif­ten von ande­ren. Wenn sich jeder dar­über Gedan­ken machen wür­de, woher sein Essen kommt, dann wür­de das mei­ner Mei­nung nach viel mehr errei­chen, als wenn alle Vega­ner wer­den würden.

      Per­sön­li­cher Angriff? Iwo! Ich fin­de es immer inter­es­sant, Feed­back zu bekommen.
      Ich mische mich ehr­lich gesagt nicht in das Ess­ver­hal­ten ande­rer ein, weil ich sel­ber nicht mag, wenn mein Essen kom­men­tiert wird. Men­schen mögen es natür­lich nicht, wenn sie ein­ge­schränkt wer­den, aber wenn man mal so sieht: Men­schen wer­den stän­dig gemaß­re­gelt in ihrem Leben, wenn es ande­ren scha­det: beim Rau­chen, beim Trin­ken, bei der Ent­schei­dung, bis wann sie ihr Baby abtrei­ben dür­fen … es gibt für alles Regeln. Nur hier feh­len sie. Die Fra­ge ist: warum?
      Mit Dei­ner Aus­sa­ge stim­me ich Dir so weit zu, dass sich auf jeden Fall mehr ändern wür­de, wenn tat­säch­lich jeder über sei­nen Kon­sum nach­den­ken wür­de. Wie­so Du fin­dest, wenn alle Men­schen über ihren Kon­sum nach­den­ken wür­den wäre bes­ser, als wenn alle Vega­ner wür­den, kann ich nicht ganz nach­voll­zie­hen, weil Du das nicht begrün­det hast. Aber sei­en wir mal ehr­lich: das wäre auch ziem­lich utopisch.

      Und: dan­ke für Dein Lob! :)

  12. Die bes­te Fra­ge, die ich mal bekom­men habe, war »Isst du eigent­lich Kuchen? Also, wenn kei­ne Eier und kei­ne Milch drin ist.«
    …äh…?

    :D

    • Jenny

      (Hihi.) Das fin­de ich aber zum Bei­spiel gar nicht schlimm, weil es die Leu­te ein­fach nicht wis­sen, weil sie sich nie damit aus­ein­an­der­ge­setzt haben. Es ist gar nicht so lan­ge her, dass ich das auch nicht wusste.

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